#75 Thomas Meyer: „Da draußen gibt es eine Welt, die du verstehen möchtest.“
Shownotes
In dieser Folge des RHI-Podcasts spricht Tina Maier-Schneider mit dem Ideenhistoriker und Hannah-Arendt-Biografen Thomas Meyer über Neugier, Bildungschancen, öffentliche Debatten und die Frage, warum Denken immer auch etwas mit Verantwortung zu tun hat.
Meyer nimmt die Hörerinnen und Hörer mit zurück in seine Kindheit in einem unakademischen Mehrgenerationenhaus, in dem politische Diskussionen zum Alltag gehörten. Früh entdeckt er seine Leidenschaft für Zeitungen und Bücher. Was als Unterstützung bei einer Lese-Rechtschreib-Schwäche beginnt, wird zu einer lebenslangen Suche nach Orientierung und Verständnis für die Welt. Stundenlang liest er Zeitungen, schlägt unbekannte Begriffe nach und entwickelt den Wunsch, gesellschaftliche Zusammenhänge zu begreifen.
Das Gespräch zeichnet einen ungewöhnlichen Bildungsweg nach: von der Banklehre über die Bundeswehr und den zweiten Bildungsweg bis hin zur Professur. Meyer erzählt dabei offen von den Menschen, die ihn auf diesem Weg begleitet haben. Lehrer, Freunde, Familie und Mentoren, die Türen geöffnet und Möglichkeiten geschaffen haben. Bildung erscheint in diesem Gespräch nicht als geradliniger Karriereweg, sondern als gesellschaftliches Versprechen, das Chancen eröffnet und individuelle Entwicklungen ermöglicht.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Meyers Verhältnis zu Hannah Arendt. Dass er ausgerechnet ihr Biograf werden würde, war keineswegs geplant. Vielmehr schildert er, wie eine spontane Bemerkung in einem Gespräch mit einem Literaturagenten den Anstoß für ein mehrjähriges Forschungsprojekt gab.
Zum Schluss richtet Meyer den Blick auf die Gegenwart. Er spricht über gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Bedeutung demokratischer Öffentlichkeit und die Verantwortung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktiv in öffentliche Debatten einzubringen. Sein Plädoyer ist klar: Demokratie lebt vom Gespräch, vom Widerspruch und von der Bereitschaft, politische Gegner nicht zu Feinden werden zu lassen. So entsteht ein persönliches und zugleich hochaktuelles Gespräch über Bildung, Neugier und die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander im Dialog bleiben können.
📖Publikationen von Thomas Meyer
+++ About +++
🎧 Der Interviewpodcast aus dem Roman Herzog Institut mit wechselnden Gästen. Im persönlichen Gespräch unterhalten sich Köpfe der Wissenschaft mit Host Tina Maier-Schneider über ihr Leben und ihre Arbeit. Hier lernen Sie Wissenschaftler:innen kennen, die etwas bewegen. Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie das Schwesterformat RHI-Kontexte, in dem Dr. Martin Lang mit führenden Wissenschaftler:innen aus verschiedensten Disziplinen intensiv ihre Forschungen und Gedanken diskutiert. 🔥 Abonnieren Sie den YouTube-Kanal des Roman Herzog Instituts direkt hier: https://bit.ly/AboRomanHerzogInstitut
+++ Über das Roman Herzog Institut +++
➡️ Das Roman Herzog Institut ist ein zukunftsorientierter Think Tank, der sich aus interdisziplinärer Perspektive mit den Kernthemen Werte, Führung und Zukunftsaussichten auseinandersetzt. Unser Institut überwindet die Barrieren zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und erarbeitet fächerübergreifende Langfristperspektiven für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Durch die Vernetzung von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen entstehen fruchtbare Diskussionen und innovative Lösungen für die aktuellen Herausforderungen Deutschlands. Ein Schwerpunkt unserer Formate liegt auf der Zukunft der Arbeit, wobei wir die Auswirkungen von Vernetzung, Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz auf unser Arbeitsverständnis und deren gesellschaftspolitische Konsequenzen beleuchten. Unser Ziel ist es, Impulse für die zukünftige Entwicklung Deutschlands zu setzen und den Dialog mit Entscheidungsträger:innen, Unternehmen und Verbänden zu fördern. Wir sind mehr als nur ein Ort für Studien und Positionen; wir sind ein lebendiger Raum für Dialog und Diskussion, sei es durch wissenschaftliche Symposien oder kontroverse Streitgespräche.
📬 Wir freuen uns über Feedback zu unseren Formaten, Anregungen und konstruktive Kritik: info@romanherzoginstiut.de 📚 Besuchen Sie die Webseite des Roman Herzog Instituts für weitere Einblicke und Informationen: https://www.romanherzoginstitut.de 🖥 Abonnieren Sie unseren Newsletter und erleben Sie die nächste Veranstaltung live oder erhalten Sie unsere kommenden Publikationen: https://www.romanherzoginstitut.de/newsletter.html
+++ Social Media +++
▶️ X
▶️ Youtube
RomanHerzogInstitut #Gesellschaft #Wissenschaft #ThinkTank #Deutschland #RHI #RHIKontexte #Lebenswege #Interviewpodcast #HannahArendt #Ideengeschichte #PolitischePhilosophie #Streitkultur
Transkript anzeigen
00:00:00: Der
00:00:00: Podcast
00:00:01: des Roman-Herzog-Instituts.
00:00:04: Durch Deutschland muss ein Ruck
00:00:05: gehen ... Tina Meyer Schneider spricht mit Menschen, für die diese Aufforderung eine Aufgabe ist.
00:00:13: Tatsächlich fahrte ich nach den Fußballspielen und anderen Dingen, die ich so gemacht habe wie jeder andere auch.
00:00:19: Nichts schöner als Zeitung zu lesen.
00:00:22: Ich hab als Jugendlicher Stunden mit Zeitungslektöre tatsächlich verbracht Und dann dachte ich, da draußen gibt's eine Welt die du verstehen möchtest.
00:00:35: Leute mit diesem zweiten Bildungsweg BOS, FOSS und anderen Bildungsmöglichkeiten, die es vor allen Dingen Bayern und Baden-Württemberg gibt aber auch in anderen Bundesländern inzwischen haben wesentlich kürzere Studienzeit.
00:00:49: Die Erfahrung ist offensichtlich etwas was einen motiviert um die Dinge zu tun für die man sich bewusst entschieden hat.
00:00:58: also In meiner Klasse haben einige ihren Abschluss in der Mindeststudienzeit erreicht.
00:01:06: Dann habe ich gesagt, na ja also seit vierzig Jahren gibt es keine neue Hanne-Arenbiografie.
00:01:13: Man schlug er sich auf die Schenkel wie das Männer gerne so tun und sagte darauf warte ich seit X Jahren.
00:01:21: Sie schreiben eine Hannearen Biografie.
00:01:27: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast aus dem Roman Herzog Institut.
00:01:31: Heute spreche ich mit dem Philosophen und Hannam Arendt Biografen Thomas Meier.
00:01:36: Denken in unruhigen Zeiten Zweifel, Streitkultur und warum echte Gespräche heute vielleicht wichtiger denn je sind?
00:01:44: In meinem Gespräch mit Thomas Meyer interessiert mich nicht nur der Wissenschaftler sondern genau der Mensch hinter der Forschung!
00:01:50: Wer war der junge Tomas Meier?
00:01:52: was hat ihn geprägt und warum hat er sich denn ausgerechnet Hannah Arend Ausgesuchtin dann ja nicht mehr losgelassen hat?
00:02:00: Heute fühlen wir ein Gespräch über Öffentlichkeit und die kleinen biografischen Momente, aus denen manchmal ein ganzes Denken entsteht.
00:02:07: Und dafür ist er genau der Richtige!
00:02:09: Hallo und herzlich willkommen Professor Thomas Meyer!
00:02:16: Sie haben jetzt eben schon eine Kontexteaufnahme mit Martin Langen hinter sich gehabt und gehen jetzt mit mir in den Switch, dass wir anschauen was hat denn eigentlich ihr Leben so geprägt?
00:02:26: Und lassen sie mich mal ganz ganz ganz vorne weg fragen.
00:02:31: Philosophen erscheinen ja immer als sehr analytische reflektierte Menschen aber gibt es dann auch bei Philosophen kleine Dinge an denen sie im alltäglichen scheitern können?
00:02:42: also um damit anzufangen Meine Kolleginnen und Kollegen halten mich gar nicht für ein Philosophen, und ich mich selbst auch nicht.
00:02:51: Ich bin tatsächlich Ideen-Historiker, aber meine Berufsbezeichnung – da haben sie völlig recht – ist Philosoph!
00:02:58: Und sässt ihr jetzt zum Beispiel meine Frau hier?
00:03:01: So würde Sie wahrscheinlich gar nicht mehr aufhören können darüber zu berichten an welchen kleinen Dingen ich so scheitere... Das hängt sehr viel….
00:03:09: und das ist eigentlich he, ich weiß mit praktischen Dingen zusammen, wo ich mich immer bemühe Praktische Arbeiten auszuügen.
00:03:17: Ich bin leicht orientierungslos, obwohl ich bei der Bundeswehr eine Achtzig Kilometer Orientierungsmärche laufen musste mit meinen Kameraden – ich bin eher verträumt!
00:03:36: tatsächlich, obwohl ich mir eine Denkerin wie sie gesagt haben ausgesucht habe die das Träumen auch für durchaus gefährlich in den politischen Zeiten hielt.
00:03:46: Also Sie sehen ne ganze lange Reihe von Unpesslichkeiten und gleichzeitig wieder Klischeeerfüllung von sogenannten Philosophen.
00:03:55: also ne Mischung
00:03:59: Sind ist Ideenhistoriker, haben Sie gesagt.
00:04:03: Dann will ich diesen Begriff auch lieber verwenden als Philosoph.
00:04:06: aber auch ein Ideenhistoriker braucht ja einen Ansatz wo er sich vielleicht im Jugendlichen Alter oder so mal fragt was für Ideen gibt es von der Welt?
00:04:16: Oder spürt eine Unstimmigkeit in der Welt wo er nachfassen nachspüren möchte?
00:04:22: Haben sie so ein Ereignis bei sich in ihrer Jugend wo sie sagen Die Welt, die hatte irgendwie Fragen an mich gestellt und da, die will ich versuchen zu verstehen.
00:04:33: Ich hatte das große Glück in einem Mehrgenerationen-Haushalt großzuwerden.
00:04:39: Und dort wurde tatsächlich immer über Politik gesprochen.
00:04:44: Es war ein völlig unakademischer mehr Generationenhaushalt...
00:04:47: Also mit Oma, Opa Eltern, Tanten
00:04:50: oder ja?
00:04:51: Ja so ist es!
00:04:57: Zur gleichen Zeit, jetzt dürfen sich alle die freuen.
00:05:00: Die vielleicht auch Probleme in der Schule hatten oder haben.
00:05:04: Ich war an der Grenze zum Legasthenika und ich habe seinerzeit mit meiner Mutter abends dargesessen Und sie hat mir Artikel aus Zeitungen als Diktat vorgelesen.
00:05:24: So begann mich Zeitung zu faszinieren also mein Taschengeld in die Zeitung das Parlament gesteckt.
00:05:32: Das hört sich jetzt völlig nördig an und irgendwie, wie soll ich sagen ganz von der Welt abgewandt.
00:05:38: aber tatsächlich fahrte ich nach dem Fußball spielen und nach anderen Dingen, die ich so gemacht habe.
00:05:44: wie jeder andere auch nichts schöner als Zeitung zu lesen.
00:05:49: Ich hab' als Jugendlicher Stunden mit Zeitungslektöre tatsächlich verbracht Und dann dachte ich, da draußen gibt es eine Welt die du verstehen möchtest.
00:06:00: So kam's vom Dorf in die Stadt!
00:06:02: Und Zeitung war dann... Ich hab' sie vorhin ein bisschen unterbrochen weil ich das spannend fand, wer alles bei ihnen im Mehrgenerationenhaus gewohnt hat.
00:06:10: Sie haben gesagt, dass war immer sehr politisch.
00:06:12: Da wurde politisch diskutiert und dann ist die Zeitung auch des Mediums gewesen wo sich die Gemeinschaft, die Wohngemeinschaft nenne ich jetzt mal informiert und ausgetauscht hat.
00:06:24: Die Zeitung war tatsächlich neben dem Fernsehen, aber dem Fernsehen vorgeordnet.
00:06:32: Das wichtigste Informationsmedium absolut.
00:06:35: und hinzukam dass ich den Sparkassenleiter einer kleinen Filiale in unserem Ort ganz gut kannte und erlas die FHZ Und der sagte zu mir also Die Zeitung, die ihr zu Hause habt ist die Dokalzeitung und das ist eine richtige Zeitung.
00:07:00: Und dann hatten wir einen Deal.
00:07:03: ich habe ihm ein bisschen geholfen, ein bisschen aufgeräumt da in seiner Filiale und ich bekam jeden zweiten Tag die FAZ vom Vortag so dass ich sozusagen mit etwa vierzehn angefangen hab.
00:07:19: die Frankfurter Allgemeine und später haben es auch so mit der Süddeutschen gemacht Aber die FHZ war tatsächlich das Tor zur Welt.
00:07:28: Ich muss es so deutlich sagen, ich habe sogar die Zeitung angeschrieben und sie schickten mir dann einen Buch mit dem verzeichnissen sämtlicher Kürzel, sodass ich immer wusste wer sich hinter dem Kürzel A Punkt W Punkt C Punkt G Punkt usw.
00:07:45: hat.
00:07:45: die
00:07:45: Redakteure.
00:07:46: Die Redakteur mit den Zeitungen mit ihren Namen kürzeln also Seit dem Moment eigentlich bis zum heutigen Tag mit sehr großen Tiefen und einigen wenigen Höhen dieser Zeitung immer sehr kritisch verbunden, weil sie mir tatsächlich im Lesen- und Schreiben beigebracht hat.
00:08:06: Zum Empfartig muss ich sagen.
00:08:09: Und der Legastheniker, der ich war, hat dann in München an seiner Schule tatsächlich – das sage ich jetzt notiere ich einfach – des beste Deutschabitur des Jahrgangs geschrieben.
00:08:23: Man hat ja seine persönlichen Mythen immer auf die Zeitungslektüre zu.
00:08:28: Jetzt waren da viel so viele Punkte, ich muss nachfassen.
00:08:31: wirklich über den Fußballer möchte auch noch gerne mit ihnen reden aber... Zuhause jetzt.
00:08:38: Sie sitzen, sitzen sie dann damals in ihrer Jugend, saßen sie zusammen am Tisch?
00:08:43: Waren da alle einer Meinung oder gab es da große Generationenkonflikte und vor allen Dingen wenn sie die FHZ gelesen haben das hat sich ja vielleicht nicht immer wiedergespiegelt mit den Meinungen und Haltungen derjenigen, die dort vor Ort waren mit ihnen.
00:09:01: Die war, fanden das alles sehr merkwürdig.
00:09:02: aber sie habe mich machen lassen.
00:09:04: meine Großeltern waren Sozialdemokraten.
00:09:09: Das war in dem dörflichen Umfeld schon mal sehr merkwürdig.
00:09:15: Meine Eltern waren sehr konservativ, so da war schon ums freundlich zu sagen eine natürliche Spannung dar.
00:09:23: Meine Großeltern waren große Fans von Willi Brandt gewesen und meine Eltern waren die sehr großen Fans von Helmut Kohl.
00:09:36: Sie sehen schon.
00:09:37: Und ich bin drin und mein jüngerer, fünf Jahre junger Bruder hat nur den Kopf geschüttelt und sein Ding gemacht sozusagen.
00:09:46: Ich las diese Zeitung von der ich dann auch sehr schnell lernte dass sie konservativ ist selbstverständlich weil meine Freunde dann später lasen dann die Zeit.
00:09:57: Dann habe ich natürlich auch die Zeit gelesen usw.
00:10:00: Kurz und gut Diskussionen, die ich damals so zu Hause mitbekommen habe.
00:10:08: Wenn diskutiert wurde, solange meine Großeltern natürlich lebten aber doch so lange dass sie mich noch mitprägen konnten haben dafür gesorgt das ich diesen nicht akademischen Hintergrund nie vermisst hab weil ich hatte ja sozusagen die ganze Welt auf Papier Und wir hatten in der nächsten größeren Stadt eine sehr gute Bücherei.
00:10:37: Da bin ich regelmäßig hingefahren und habe gelesen, wie man das dann irgendwie so macht weil... Ich habe ja brav, wie ich war immer die Begriffe, die vielen Fremdworte rausgeschrieben, die ich nicht verstanden hab'.
00:10:50: und im Vierzwanzigbändigen Brockhaus und im vierzwandig bändigen Meier den die Stadt Bücherei hatte, stand natürlich alles drin.
00:11:01: Ich dachte zumindest dass da alles drin steht.
00:11:03: es gab ja kein Internet und dann habe ich mir meine Worte nachgeschlagen und in mein Heft eingetragen damit ich die Fremdworte verstehe.
00:11:15: Aber es gab bei ihnen sie haben das so schön aber so ganz leis am Rand gesagt die haben mich einfach machen lassen.
00:11:21: also die hatten auch Vertrauen, die haben gesagt mach mal Thomas.
00:11:26: Du findest das?
00:11:27: Die haben gesehen dass ihnen das Spaß macht und ihnen Freiheit auch gegeben.
00:11:33: also das würde jetzt nachträglich wäre das zu stark stillisiert.
00:11:38: aber solange die Noten stimmten konnte ich tun lassen was ich wollte.
00:11:41: Aber es war ein Wunsch, dass die Noten stimmen und aus dem Jungen auch was Gscheites wird.
00:11:46: Ja
00:11:46: ja, was Gcheites musste schon rauskommen?
00:11:49: Und das haben sie ja dann auch eingelöst.
00:11:51: also heute Professor aber damals war der Weg noch nicht gleich ganz so dahin.
00:11:58: Aber bevor wir in ihre Schulzeit gehen... Was war denn so im Fußball ihr Ding?
00:12:03: Welche Position haben Sie denn gespielt?
00:12:05: Tormann!
00:12:05: Ja, Zettmeier war ... Die Katze von Anzing war mein Idol Kein Norbert Nickbur, kein Wolfgang Kleff und wie die allen dann großartigen Torhüter alle hießen.
00:12:17: Sondern Zettmeier!
00:12:18: Und ich hatte auch eine Hose mit dieser berühmten Überlänge... ...und Zettmaier war für mich eigentlich bis zum heutigen Tag wenn ich so jemanden nennen sollte neben Gerd Müller der Torhütte dem ich am liebsten nacheiferte.
00:12:36: Ich durfte als kleiner Junge das berühmt Europapokal der Landesmeister Endspiel gegen Atlético Madrid sehen, dass durch ein sehr spätes Tor von Caccio Schwarzenbeck in unentschieden ausging und damals gab es keine Verlängerung sondern das ganze Endspül wurde wiederholt.
00:13:00: Und dann gewann die Bayern dieses Wiederholungsspiel und da war sowieso völlig um mich geschehen.
00:13:09: Das ist jetzt eine Premiere.
00:13:11: Fußballberichterstattung hatten wir noch nicht im Podcast.
00:13:14: Ja, da müssen Sie mich wirklich abwürgen!
00:13:18: Denn Fußball im Radio zu hören gehört bis zum heutigen Tag zu den allerfestesten Samstagsritualen.
00:13:27: Ab fünfzehn Uhr treißig wird das Radio eingeschaltet und dann wird selbstverständlich die ARD Bundesliga-Konferenz gehört.
00:13:37: Okay, jetzt Pause!
00:13:38: Da weiß auch jeder ihre Frau, ihre Freunde und ihre Kinder.
00:13:42: Jetzt geht nichts bis das zu Ende ist.
00:13:44: danach
00:13:45: geht es wieder ganz gut.
00:13:46: Genau so ist es.
00:13:47: Und kicken Sie heute dann noch so aus Spaß?
00:13:51: Leider habe ich keinen Anschluss mehr aber wir haben in München mit Michael Brenner der denn die Professor hier für jüdische Geschichte und Kultur hat hatten wie eine Mannschaft.
00:14:05: Die war interkonfessionell, wir hatten aus sämtlichen Weltteilen.
00:14:12: Michael hatte immer viele Gäste USA Israel.
00:14:17: Wir hatten Spieler aus Armanen Wir hatten Spiele aus allen Erdenklichen Wie ich sagte er teilen da und Michael war sozusagen derjenige Der Dame Nocturus mit uns lange gekickt hat Und wir haben dann gegen die Mediziner gespielt und gegen andere, das war immer sehr lustig.
00:14:39: Irgendwann hat es aufgehört aber nicht willentlich.
00:14:43: Nicht willentlich!
00:14:43: Das heißt wenn sich jetzt jemand meldet auf den Podcast und sagt Herr Mayer lassen Sie uns Kicken im Englischen Garten oder in Berlin stehen sie bereit?
00:14:51: Absolut!
00:14:52: Wunderbar!
00:14:52: Für Ü-Sechzig dann leider demnächst, aber ich stehe jederzeit bereit.
00:14:59: Lauf immer noch, also ich versuch tatsächlich sportlich zu bleiben.
00:15:03: Ja?
00:15:05: Einigermaßen aber Fußball ist tatsächlich neben Schach meine große Leidenschaft.
00:15:14: Okay!
00:15:15: Ich bin mir sicher jetzt wird sich jemand finden und ganz sicher jemanden wird auch das Herz überlaufen Und der ja danach mit ihnen dann auch über Ideengeschichte bei einem Glas Bier, Radler Wein Wasser wie auch immer noch diskutieren können.
00:15:31: Das
00:15:31: können wir gerne tun!
00:15:32: Ja
00:15:32: kommen wir zurück.
00:15:33: es war nämlich nicht ganz gleich am Anfang ihr Weg in die Universität zu gehen weil sie sind dann erst mal in die Grundschule gegangen.
00:15:41: Sie haben skizzierte Herausforderungen mit der Schule die sie am Anfang hatten und dann wo ging es dann weiter als sich entschieden werden sollte.
00:15:52: was soll der Junge denn mal für ein Weg einschlagen?
00:15:55: Genau Was soll der Junge für einen Weg einschlagen?
00:15:58: Für die hoffentlich vielen jüngeren Zuschauerinnen, vielleicht zur Erinnerung.
00:16:05: In den Jahren zweiundachzig dreiundachtzig war die alte Bundesrepublik in einer gigantischen großen wirtschaftlichen Krise und vielleicht sogar eine Art was man heute Identitätskrise nennen könnte.
00:16:23: Die Arbeitslosenzahlen waren enorm Die sozial-liberale Koalition brach auseinander und Trin Achtzig kamen, legte ich die mittlere Reife ab.
00:16:36: Leerstellen zu bekommen war extremst schwierig!
00:16:41: Ich hatte mich bei verschiedenen Banken beworben und bin letzten Endes bei einer angenommen worden Und habe dann eine dreijährige Lehre gemacht, dann die Bundeswehr und hab' dann als Anlageberater noch mehrere Jahre gearbeitet Und habe die Zeit genutzt, um finanziell unabhängig oder unabhängiger zu werden und gleichzeitig zu lesen.
00:17:08: So viel ich irgendwie kann.
00:17:09: also ich hab diese Dinge weiterbetrieben, die mich von vorher interessiert haben.
00:17:13: der Bankberuf ließ mir die Möglichkeit dazu.
00:17:16: Nein to five wie man heute sagt und danach war ich mein eigener Herr und dann Erfuhr ich durch Münchner Freunde von der Einrichtung der Berufsoberschule und schon während der Zeit in der Bank hat sich herauskristallisiert, dass ich gerne Geschichte studieren möchte.
00:17:40: Aber der Professor, bei den ich mir sozusagen ausgesucht hatte, weil ich alles von ihm gelesen hatte nämlich Thomas Nippadai, der große München Historiker, hörte.
00:17:50: ich erkrankte.
00:17:56: dann dachte ich, gut.
00:17:59: Dann muss es nach dem Abitur dein zweites Interessengebiet werden – Philosophie!
00:18:06: Also Geschichte oder Philosophies war ganz klar.
00:18:09: Daraufhin habe ich, wenn ich stilisieren will, also sozusagen mir nachträglich eine Geschichte geben möchte, dann müsste ich sagen, ich wollte Geschichte oder Philosophy unbedingt studieren.
00:18:22: Dazu war die Voraussetzung natürliches Abiturs.
00:18:24: Die BOS war großartig hier in München und ich hatte einen begeisternden Lateinlehrer.
00:18:34: Ja, jetzt muss ich sie noch einmal unterbrechen an der Stelle weil das ist ein ganz besonderer Weg den Sie da eingegangen sind.
00:18:40: also sie waren zu Hause wo sie aufgewachsen sind haben dort die mittlere Reife gemacht und ihre Lehre begonnen.
00:18:50: Sind dann aber nach München gekommen, ich will das nochmal so explizit sagen, nach Münchengekommen haben hier gearbeitet und dann den Entschluss gefasst acht, neun Jahre später noch mal... Ich möchte doch studieren!
00:19:05: Da soll noch was kommen für mich?
00:19:07: Und sind in einem Alter wo andere schon längst aus der Schule draußen sind, noch mal in die Fachoberschule gegangen und haben sich dann was ganz Spezielles vorgenommen.
00:19:25: Sie haben nämlich nicht nur irgendein Abitur an der Schule gemacht, sondern sie haben sich noch mal
00:19:32: Latein als
00:19:33: Griechisch vorgenommen hier im München am Wilhelms-Gymnasium.
00:19:39: Und das war ermöglicht worden durch mal, durch einen Lehrer an der BOS.
00:19:48: Der stellte dann den Antrag und sagte ich habe hier ein Schüler also Latein gingen.
00:19:52: aber der möchte auch gerne, er möchte auch gern des Kreckum ablegen ja und dann haben die beim Kultusministerium gesagt als so ein Schmahn Der soll mal schauen, dass er überhaupt sein Abitur hinbekommt und seinen Latino irgendwie hinbekommt.
00:20:09: Und dann hat der Lehrer Klaus Nikolaus eigentlich bürgerlich Ammann gebürtiger Münchner in der Schellingstraße groß geworden seine Kontakte spielen lassen und hat den Rektor des Wilhelms Gymnasiums tatsächlich überreden können.
00:20:28: Wir waren zu drittletzten Endes von der BOS, uns zu begleiten bis wir das Grecum ablegen konnten.
00:20:36: Toll!
00:20:37: Also Sie hatten dann auch was im Visier?
00:20:39: Also Sie haben das, was sie zwar vielleicht nicht gleich von Anfang an mitgenommen hat aber es begleitet sie.
00:20:45: Ideen, Gedanken, Ziele, Möglichkeiten... Das ist etwas was sie auszeichnet.
00:20:50: oder neugierig zu sein.
00:20:52: und wenn sie ihr Ziel haben, dann nehmen sie's auch im Blick
00:20:55: Ja.
00:20:56: Und schauen, dass es funktioniert?
00:20:57: Das ist die nette... das ist sie wirklich sehr freundliche und natürlich übernehme ich das gerne.
00:21:01: aber gleichzeitig muss ich sagen solche Dinge sind nie möglich wenn Sie nicht Freundinnen und Freunde haben Menschen die die entscheidenden Weggeablungen einsoßt mehr mal weniger sanft in die richtige Richtung schieben.
00:21:20: und das Glück hatte Ich Punkt.
00:21:27: Zugleich habe ich als unfassbares Glück empfunden, in einem Land leben zu können indem ich zum Beispiel um mal über die Seite zu sprechen.
00:21:42: Ich hatte mehr als fünf Jahre gearbeitet, mehr als fünft Jahre nach der Ausbildung, mehr.
00:21:54: Die einzige Voraussetzung, die ich neben den Sechzig Monaten erfüllen musste war, den ersten Wohnsitz in München zu haben.
00:22:02: Dadurch bin ich nach dem Arbeitsförderungsgesetz elternunabhängig mit über siebenhundert D-Mark gefördert worden, die nicht zurückzahlen musste.
00:22:12: Das war ein Staatgeld monatlich.
00:22:18: Wahrscheinlich kann man das mit solchen historischen Währungsrechnern im Netz dann jetzt in Euro umrechnen.
00:22:24: Es war eine beträchtliche Summe, mit der man in München sehr gut leben konnte in dieser Zeit wie ich fand und das war eine Stadthilfe die schlicht ergreifend unglaublich war.
00:22:38: Dieses Land hat also sozusagen die Korrektur des Lebenslaufes oder die Veränderung des Lebenslaufers aktiv unterstützt wollte, dass man Möglichkeiten für sich entdeckt.
00:22:51: Und das haben mit mir viele andere gemacht.
00:22:54: und um es nochmal weiter zu erzählen Leute mit diesem zweiten Bildungsweg BOS FOSS und anderen Bildungsmöglichkeiten die es vor allen Dingen Bayern und Baden-Württemberg gibt aber auch in anderen Bundesländern inzwischen haben wesentlich kürzere Studienzeiten.
00:23:17: Die Erfahrung ist offensichtlich etwas, was ein motiviert die Dinge zu tun für die man sich bewusst entschieden hat.
00:23:26: Also in meiner Klasse haben einige ihren Abschluss in der Mindeststudienzeit erreicht und wir waren darauf irgendwie anders vorbereitet sozusagen.
00:23:41: und dass diese Gesellschaft diese Idee des Teilens und Weitergebens so stark hatte Und so stark stützte ist ein Geschenk, das man in diesen Zeiten gar nicht hoch genug schätzen kann.
00:24:01: Ich bin sozusagen auch ein Produkt dieser Gesellschaft insofern wie natürlich jeder von uns.
00:24:06: aber die Angebote der Gesellschaft sich selbst korrigieren zu können und dass in der Weise zu begleiten nämlich finanziell.
00:24:19: Augenblick sozusagen in der Verfasstheit, der Bundesrepublik an die man sich erinnern sollte wenn heute von Diskruption und gesellschaftlicher Spaltung gesprochen wird.
00:24:34: Aber wir kommen ja vielleicht noch auf diese Dinge.
00:24:36: Da kommen wir noch auf diesen Dingen.
00:24:38: jetzt gehen wir nochmal nach München.
00:24:41: sie kommen dann Umfeld, Sie haben in Neuhausen am Anfang.
00:24:46: In der WG gewohnt?
00:24:47: Richtig!
00:24:47: Ich habe in WGs lange gewohnd und im Schlachtturviertel.
00:24:51: Und in Neuhausen... weil das haben sie im Vorgespräch erzählt und ich finde es ist so was Herliches für alle Münchner die uns zuhören und vielleicht aus Neuhausen kommen und diese Institution kennen.
00:25:01: auch sie waren mit der berühmten Bäckerei in Neuehausen in Kontakt.
00:25:05: Ja genau.
00:25:06: Mit Frau Schneider.
00:25:07: Die Feindbäckerei Schneider an der Vollkartsstraße also bei den Drübern war all eine Institution, die in ganz München und mindestens in ganz München bekannt war.
00:25:20: Samstag morgens vor allen Dingen bildeten sich ellenlange Schlangen bis hin zur Unterführung am mittleren Ring oder drüber hinaus Richtung Institut für Zeitgeschichte und warteten darauf dass ich um sieben Uhr die Tür auftuht und dieses Wunderreich an Semmeln, Backwerk aller Arten usw.
00:25:40: öffnet.
00:25:41: Und Frau Schneider Guckte sich ihre Kunden, vor allem die neuen Kunden immer sehr genau an und auch wenn zwanzig oder dreißig Leute drin standen eng gedrängt.
00:25:55: Konnte sie einen rauspicken und direkt ansprechen und sagen warum sind Sie denn heute unrasiert?
00:26:01: Sie schauen aber nicht gut aus oder Ähnliches.
00:26:05: also Frau Schneider die einem auch Ansprache wenn man ihr auf der Straße begegnete kümmerte sich also um diesen leicht orientierungslos wirkenden WG-Bewohner, Thomas M., und das war sehr nett.
00:26:21: Das war sehr nette und hatte was familiäres tatsächlich.
00:26:24: Macht einen ja dann manchmal auch leicht?
00:26:26: Das sind diese Münchner Geschichten wo es den Münchern oder den Zugereisten... Ich bin auch einer ja dann auch leichter Feld Fuß zu fassen hier am Anfang.
00:26:35: Ja
00:26:35: klar!
00:26:36: Also die Stadt hat wie jede sozusagen die individuellen Geschichten und sozusagen das allgemeine, den allgemeinen Namen des Allgemeine Klischee usw.
00:26:51: Und natürlich kommt es immer darauf an dass man zum bestimmten Zeitpunkt jemanden begegnet.
00:26:57: also das war natürlich nicht nur Vorschneider gewesen aber ja aber ist was sehr wichtig weil scheite sammeln und überhaupt irgendwo anzukommen einem seinerzeit noch sehr gefestigten Viertel, in dem sehr viele alte Neuhausener Familien mit der ersten Generation der sogenannten Gastarbeiter wohnten.
00:27:24: Also mein Haus war bayerisch-jugoslawisch zum Beispiel.
00:27:30: Das ist bevor auch dort die Gentrifizierungswelle brutals zuschlug Ein München, das man vielleicht auch ein bisschen als Dietlmünchen bezeichnen könnte.
00:27:44: Jetzt ist ja leider der Charlie Herr Halmer gestorben.
00:27:49: Also so einen München mit sehr vielen sympathischen Schlitzohren und Leuten die man nirgendwo anders auf der Welt treffen konnte aus dem München.
00:28:01: Und diese Schlitzohren aus den Titelfilmen, die flanieren ja auch gerne in der Münchner Freiheit.
00:28:06: Ludwigstraße Siegestor und da ist dann auch – jetzt ist der Bogen zwar ein bisschen weit aber auch ihre universitäre Heimat.
00:28:16: an der LMU sind sie dann angekommen und haben da das Studium aufgenommen.
00:28:24: Münchner Freiheit ist klar, da bin ich immerhin geradelt um dort am Freischach zu spielen.
00:28:30: An der Freiheit gibt es heute
00:28:33: noch ganz beliebt.
00:28:35: Genau mit sehr interessanten und speziellen Figuren.
00:28:39: Ich studiert habe ich aber zunächst bei den Jesuiten in der Kauberstraße und hab dort eine unglaublich tolle Ausbildung genossen In den vier Jahren.
00:28:54: Ich habe auch dort den Magister gemacht und die was Lapidar Zwischenprüfung an den normalen Universitäten hieß, hieß bei uns Bacalaureate also so wie das französische Abitur Und das war eine sehr ernstzunehmende Zwischenprüfung mit einem ersten Abschluss.
00:29:11: Das heißt, ich habe den Bachelor sozusagen zu einer Zeit gemacht wo in Deutschland noch niemand daran dachte dass es malen der erste Studienabschluss sein könnte.
00:29:19: und von dort aus habe ich mich ganz langsam erst an die große Universität getraut nämlich an die LMU und hab dort dann eben meine Promotion abschließen können und mich auch habilitiert und Lehrer auch dort jetzt.
00:29:37: Aber die Ursprünge liegen tatsächlich in der Kraubachstrasse.
00:29:41: Also noch einen Steinwurf
00:29:43: weiter Richtung
00:29:44: Englischen Garten
00:29:45: an der Stelle.
00:29:46: So ist es, genau!
00:29:48: Als sie dort waren wie sind Sie zu Hannah Arendt gekommen?
00:29:54: Nehmen Sie uns da mal mit weil man liest oder ich habe gelesen in Interviews auch diese gegeben haben.
00:30:00: das war keine Liebe auf den ersten Blick die sich darin entspannen hat.
00:30:04: und heute Gehen Sie durch, als der Hannah Arendt-Kenner ihr Biograf im Piper Verlag gerade neu erschienen.
00:30:15: Ihr Buch aber sie haben eine Phase der Annäherung miteinander gebraucht oder ihrerseits?
00:30:23: Sehr tatsächlich!
00:30:24: Also wenn man in der Maxvorstadt sich da bewegt dann ist es ganz natürlich gewesen dass man in die Antiquariate in der max vor Stadt ging.
00:30:34: also es gab Die berühmte Basisbuchhandlung, das war ein sehr linkes Projekt gewesen.
00:30:40: Es gibt es auch schon seit vielen Jahren nicht mehr leider und es gab unter den uralten Münchner Antiquariaten natürlich den Kitzinger.
00:30:54: Da musste man sich sozusagen nach und nach qualifizieren, der konnte durchaus einem auch Fragen stellen.
00:31:00: Und hat dann so eingeschätzt wo kommt denn der Kunde sozusagen her?
00:31:05: Auf welches Level man dem so zum Lesen mitgeben darf.
00:31:09: oder darf
00:31:10: man den noch selber formen?
00:31:11: oder hat ja schon eine Meinung nicht wahr?
00:31:14: So war das!
00:31:15: Und vor allen Dingen gab es jede Menge Kellerräume Und in die durfte man erst nach einer gewissen Probezeit, die sich durchaus über mehrere Jahre erstreckte.
00:31:28: Bis ich dann so in die geheimen Katakomben der Kitzingers kam und ich kaufte mir Eichmann in Jerusalem und Kitzinger hatte eine Erstausgabe für ein Parmak rumliegen mehrfach in die Ecke gefeuert.
00:31:46: Ich konnte weder mit dem Stil, noch mit der Herangehensweise, noch so wie sich Hannah Arendt den Thema näherte etwas anfangen und so war Hannah Areandt für viele Jahre aus dem Blickfeld geraten.
00:32:01: ich habe mich dann mit einem anderen Philosophen intensiv beschäftigt Ernst Kassierer, der aus achtzehntviren-sebzig geboren, neunzehnfünfenvierzig gestorben nur zur Einordnung von die Zuschauerinnen in Hamburg lehrte und zu einer Schule gehörte, die man Marburger Neukanzfernismus nannte.
00:32:22: Über ihn habe ich auch mal eine Dissertation geschrieben oder auch eine erste Biografie.
00:32:27: Hannah Arendt ist tatsächlich nur durch einen Zufall in mein Leben getreten.
00:32:36: Ich hatte zwar einmal ein Seminar gemacht für internationale Studierende hier an der LMU Auf Englisch fand es aber alles nicht wirklich ganz glücklich.
00:32:50: Ich hatte Kontakt zu einer der führenden Hannah Arendt, Expertin Barbara Hahn in Nashville an der Vanderbilt University wo ich auch ein Jahr war.
00:32:59: Ja Ein akademisches Jahr Aber Der Funke ist nur durch einen Zufall übergesprungen Wenn ich das kurz erzählen darf.
00:33:09: Ich saß In einer Konstellation ähnlich wie hier.
00:33:14: Ein Literaturagent, den ich über einen Bekannten kennengelernt hatte, fragte mich, sagen Sie doch mal ganz spontan.
00:33:25: Welche Person braucht eine neue Biografie?
00:33:28: Und ich war auf diese Frage nicht vorbereitet und ich hatte auch gar keine Ahnung wie dieses Gespräch mit einem Agenten laufen könnte.
00:33:36: Ich war tatsächlich ziemlich verwirrt.
00:33:39: dann habe ich mir geholfen indem ich gedacht hab naja da fang halt mit A an Und dann sagt, jetzt ist es wirklich kein Witz.
00:33:46: Er kann das bestätigen?
00:33:49: Dann habe ich gesagt, na ja also seit vierzig Jahren gibt's keine neue Hanne-Arenbiografie.
00:33:55: und dann schlug er sich auf die Schenkel wie das Männer gerne so tun und sagte darauf warte ich seit X Jahren.
00:34:03: Sie schreiben eine Hanne Aaren Biographie.
00:34:08: und da hab' ich gesagt naja ich bin nach Hause gegangen und meine Frau sagte der ist ja verrückt.
00:34:14: Was hast du denn gesagt?
00:34:16: Naja, ich würde es versuchen.
00:34:17: Ihr seid alle beide verrückt!
00:34:20: Weil Hannah Arendt war seinerzeit natürlich schon in aller Munde und ... Ich hatte mir für ein Exposé.
00:34:26: so macht man das... Man schreibt dann Exposée wie man gerne so ein Buch organisieren würde überlegt dann und dann wird das Verlagen angeboten dieses Exposées Und dann trifft man sich mit Verlagsmitarbeiterinnen und Verlachsmitarbeitern Versuchen die herauszufinden, kann die Person das überhaupt?
00:34:45: Und wie könnte es aussehen?
00:34:47: und so weiter.
00:34:48: Davon all dem hatte ich keine Ahnung.
00:34:51: von dieser ganzen Welt habe Ich mich also hingesetzt und hab ein Exposé geschrieben und habe dafür in Aschiven recherchiert und ich war irritiert dass ich innerhalb relativ kurzer Zeit Dinge entdecken konnte Die ich aus der Hanne-Arend Literatur die ich parallel fleißig las ja nicht erfahren konnte.
00:35:11: und Nach intensiven Gesprächen mit meiner Frau habe ich dann gedacht, okay.
00:35:17: Dann ist das so!
00:35:18: Dann wirst du jetzt eine Hannah Arendt Biografie schreiben und durch das wunderbare Glück einer Verlegerin wie Felicitas von Lovenberg treffen zu können vom Piper-Verlag und ihre Lektorinnen... Ich nenne einfach die Namen jetzt Esther Pokoni vor Anne Stadler Frauen, die eine unglaublich präzise Mischung aus Professionalität und menschlichen Einschätzungsvermögen mitbringen.
00:35:53: Haben sie mich durch ziemlich heftige Stromschnellen dann zu dieser Hannah Arendt Biografie gebracht, wie es im Jahr zwanzig erscheinen konnte.
00:36:07: Und parallel haben wir gestemmt durch den Verlag zusammen mit wunderbaren Kolleginnen und Kollegen, eine zwölfbändige Studienausgabe der deutschen Texte Hannah Arendt gemacht.
00:36:22: Sodass in diesen fünf Jahren ab im Jahr zwei Tausend Zwanzig letzten Endes vierzehn Bücher entstanden sind – eine unglaublich intensive schöne Zeit.
00:36:41: Ich habe eine Ahnung.
00:36:44: Ja, Schätzen lernte.
00:36:46: aber das ist wie soll ich sagen erst ne ziemlich kurzfristige Beziehung.
00:36:53: Aber es kam viel jetzt in zum Ausdruck was wir vorhin schon angesprochen haben.
00:36:58: also sie haben Es hat irgendwie ihre Neugier geweckt und dann haben Sie auch nicht losgelassen sondern Dann ging's mal wie so ein Satellit ausschwärmen Was kann ich alles tun?
00:37:10: Und auch hier was, was ich so mitnehme aus dem, was Sie vorher erzählt haben.
00:37:15: Sie verwehren sich auch nicht klugen Beratern oder Beraterinnen.
00:37:20: Sie haben in ihrem Leben Freunde gehabt die sie mit dem Studium begleitet haben.
00:37:25: ihre Frau scheint ihnen ein wichtiger Partner eine Beraterin da am Weg zu sein und auch aus dem Lektoren- und Verlagsumfeld.
00:37:33: also sie sind jemand mit dem man dann auch Streiten sprechen diskutieren, der was im Dialog für sich selber auch rausziehen und dann sich weiterentwickeln kann.
00:37:47: Das ist... das lasse ich als Zuschreibung gerne zu und ich versuche einen Teil davon in meinem Umgang mit Studierenden sozusagen weiterzugeben.
00:38:01: also die glückliche Möglichkeit, ich bin jetzt noch mal in diesem weiterhin fried-freedvollen Land es hoffentlich so bleiben wird sich frei austauschen zu können Möglichkeiten zu ergreifen die andere einem vorstellen können der unglaublichen Glück Austausch zu haben eigentlich an jeder Stelle Die man betritt dieses Glück sozusagen so weiterzugeben und als unbedingt erhaltenswert auszuweisen.
00:38:42: Ich glaube, das ist das Mindeste an Aktivismus den jeder akademische Lehrer und Lehrerin in sich haben sollte nämlich dieses Glück weiter zu geben in gewisser Weise oder zumindest eine Vorstellung davon dass Ideen die andere gehabt haben nichts Star es nicht.
00:39:07: Sind was jemals veraltet sondern in der tage, dass wir diese texte lesend darüber sprechen sich schon andere werden und für uns zeitgemäß werden.
00:39:15: wer muss sie nicht übersetzen?
00:39:17: Sie sind da wenn sie so wollen aber in einem ganz profanen Sinn.
00:39:22: Wir reden über diese personen schon sind zu lebendig.
00:39:26: Das ist ja eine erfahrung.
00:39:26: wenn sie Über ihre eigene familie über die kinder Und so weiter nachdenken dann sind sie da sozusagen die Materialisieren sich in dem Moment.
00:39:37: Und wenn man dann das große Glück hat, auch noch dafür bezahlt zu werden zum Beispiel oder eingeladen zu werden wie hier diese Dinge vorstellen zu dürfen einem interessierten Publikum Dann ist es unglaublich erfüllen und verpflichtet nämlich verpflichtete dass Diese Kette der Ideen wie ein amerikanischer Historiker mal nah unter die Great Chain of Being, die große Kette der Ideen nicht mehr abreißen darf.
00:40:14: Sie war abgerissen durch das Dritte Reich und den Holocaust kann in dieser Stelle auch nicht wieder eingesetzt werden aber zumindest kann erzielt werden dass inklusive dieses Zivilisationsbruches es etwas gibt was als Erzählung weiter tradiert werden muss, weil das was wir erzählen ist politisch.
00:40:45: Und zwar in dem Sinne dass wir alle daran teilhaben können und Deutschland hat diese Chance bekommen und vielleicht auch im Laufe der Zeit ergriffen Teil einer bestimmten Erzählung werden zu können.
00:41:01: und umso höher ist die Verantwortung jeder an seiner Stelle dieser Erzählungen vorzuführen in einem demokratischen Gemeinwesen, dem sich auch ihr Institut verpflichtet weiß und über alle Unterschiede hinweg sozusagen an diesem Common Ground weiterzuarbeiten.
00:41:22: Und wenn es eben die Philosophie ist, die ihren Beitrag dazu leisten kann dann muss die Philosophy diesen Beitrag leisten durch ihre akademischen und nicht akademische Vertreter.
00:41:36: Es ist jetzt schon ein paar Mal auch nachdenklich von Ihnen angeklungen.
00:41:40: Gibt es etwas, wenn Sie jetzt in unsere Gesellschaft schauen?
00:41:45: In unser Draußen was sie im Moment umtreibt – im Guten wie im Schlechten?
00:41:53: Also ich fange mit dem Guten an!
00:41:57: Ich glaube weiterhin dass diese Gesellschaft es schaffen kann gerecht zu bleiben und gerechter zu werden, Chancengleichheiten herzustellen.
00:42:17: Dass die Teilhabe möglichst viele am gesellschaftlichen gestärkt werden kann und gestärked werden muss.
00:42:26: ich bin davon überzeugt dass vieles von dem was sich an Entwicklung und dann kommen wir später zum schlechten andeutet nicht nur gestoppt sondern sogar umgekehrt werden kann.
00:42:37: Ich bin insofern optimist Ich bin aber auch Realist.
00:42:41: Ich sehe mit größter Sorge, ich sage das völlig offen, dass wir eine gesichertrechtsrechtsextremistische Partei haben für deren Verbot.
00:42:55: ich bin – ich sage auch das sehr deutlich und ich werde es nicht zurücknehmen!
00:43:00: Ich mache mir große Sorgen um die Auswirkungen sowohl in Deutschland als Also auch mit dem Blick der Welt auf Deutschland, das ruft in vielen Ländern – ich habe lange in Israel gelebt – Erinnerungen hervor.
00:43:20: Man blickt auf Deutschland immer noch anders als auf andere Länder.
00:43:24: Wir müssen das aushalten und ich denke wir können es auch aushalten wenn wir es als Herausforderung sehen.
00:43:30: aber ich will's gar nicht auf das parteipolitische Begrenzt wissen.
00:43:34: Ich mache mir tatsächlich große Sorgen über den sogenannten sozialen Zusammenhalt, der sich eben politisch in gewisser Weise äußert.
00:43:42: Hier muss jeder wiederum an seiner Stelle etwa ihr Institut durch die Förderung demokratischer Öffentlichkeit mit den Möglichkeiten, die ich habe dem Beitrag leisten, dass diese Gesellschaft sich nicht grundlegend
00:44:00: verändert.".
00:44:02: Sie haben gesagt, lässt sich nicht nur stoppen, sondern noch umkehren.
00:44:08: Wie kann ein Philosoph den Prozess umkehm?
00:44:13: Nur in seinem Bescheid.
00:44:14: Ich bin mir meiner Grenzen sehr bewusst aber zumindest ich für meine Person fühle durchaus die Verpflichtung mit dem was ich schreibe tue etwa hier öffentlich auftrete Öffentlichkeit zu erzeugen und in die Öffentlichkei auch kontrovers zu sprechen.
00:44:37: Ich denke, die Studierzimmeratmosphäre, was ich nicht bewerten will, dort werden weiterhin ganz herausragender ganzen Welt anerkannte Ergebnisse erzählt ist ein Teil.
00:44:54: der andere Teil ist dass die Philosophie wenn sie ernst genommen wurde seit Socrates auf den Marktplatz gegangen ist.
00:45:02: Das heißt, wir können uns fragen oder vielleicht etwas stärker.
00:45:08: Wir sollten uns fragen reicht es im Seminar zu sprechen?
00:45:15: Oder ist es nicht wichtiger im Radio, im Fernsehen in der Zeitung Stellung zu nehmen und aus dem Wissens- und Erfahrungsschatz der zweieinhalbtausendjährigen Geschichte der Philosophie an gesellschaftlichen Entwicklungen entlang Anmerkungen zu machen, zu intervenieren.
00:45:40: Vor kurzem ist Jürgen Habermas gestorben im gesegneten Alter von nahezu siebenundneunzig Jahren.
00:45:49: Die Frage aber die sich mit seinem Tod verbindet ist wer tritt an die Stelle eines jungen Habermaß zum Beispiel?
00:45:57: Der einer von vielen ist aber ganz signifikant jemand, der sein ganzes akademisches Leben als eine Reaktion auf dem was er den Strukturwandel der Öffentlichkeit genannt hat reagiert hat.
00:46:14: Der zum Teil scharf Kontroversen ausgelöst hat, aber durch diese scharfen Kontroverse fanden Klärungsprozesse statt die noch meine studentische Generation massiv beschäftigte und Das darf nicht wegbrechen zugunsten eines Schweigens.
00:46:33: Ich weiß, es ist schwierig weil so wie ich hier sitze und so wie sozusagen sozial verankert bin, bin ich bestimmt weit getrennt von anderen Bevölkerungsschichten.
00:46:47: aber das heißt ja nicht dass es so bleiben muss.
00:46:50: Und es sollte klar geworden sein, dass man...ich mag dieses Wort nicht Aber Sie werden es mir trotzdem verzeihen, wenn ich's benutze.
00:47:03: Aus unseren Komfortzonen heraustreten müssen und sie haben ja auch hier in München.
00:47:12: sozusagen werden die Risse- und Disruptionen in der Gesellschaft immer deutlich sichtbarer.
00:47:21: Es ist nicht mehr so leicht sich wie der fliegende Robert in die Lüfte zu bewegen und die Welt immer unter sich kleiner werden, zu lasten.
00:47:35: Und zu denken das hat alles nichts mit mir zu tun.
00:47:39: Ja jetzt bin ich fast ins Predigen geraten.
00:47:42: Das tut mich natürlich leid aber die Philosophie hat diese Aufgabe ist glaube ich
00:47:47: Ich habe es ja dazu aufgefordert quasi indem ich sie nach ihrer Haltung zu den Themen gefragt habe.
00:47:55: deswegen Auch nochmal, wir kommen jetzt nämlich bald schon zum Abschluss unseres Gespräches hier.
00:48:02: Denn Sie haben heute ja auch noch eine Aufnahme, noch einen zweiten Teil zu Hannah Arendt mit Martin Lang.
00:48:08: aber sie haben so schön den Weg beschrieben zwischen hinschauen und nicht wegschauen.
00:48:16: vielleicht gesundes Misstrauen haben, aber dabei nicht verzweifeln sondern vertrauensvoll miteinander weiter Wege zu beschreiten.
00:48:26: und ich frage Sie zum Abschluss wirklich noch um was Predigendes.
00:48:30: Gibt es ein Leuchtfeuer?
00:48:32: Ein Gedanken?
00:48:33: Ein Buch eine Idee die entweder sie mal befeuert hat, genau so das draußen zu machen oder was ihnen heute sozusagen eine innere Richtschnur ist.
00:48:45: Zu sagen da bin ich mal über die Person gestolpert, über dieses Buch, was mich immer wieder ein bisschen positioniert.
00:48:57: Da muss ich jetzt tatsächlich erst einmal nachdenken.
00:49:01: also Ich könnte jetzt viele Namen nennen Aber tatsächlich durchaus mit Münchenbezug.
00:49:10: Ich bin alles andere als ein Thomas Mann-Fan, aber der Streit zwischen Nafta und San Temprini im Zauberberg... Wenn er nur das geschrieben hätte dann wäre es das!
00:49:24: Das ist auf jeden Fall ein Stück Literatur wo's brennt sozusagen und wo die Gegensätze aufeinander prallen und auch zumindest eine Zeit lang zwischen den beiden ausgehalten werden.
00:49:42: Das fand ich schon immer großartig, zwei Figuren zu haben die so einander gegenüberstehen.
00:49:51: und vielleicht ist es doch ein Teil meiner Schachspieler Seele sozusagen dass sich immer diesen Gegner der nie ein Feind werden darf Der größte, um das Gegenteil zu benennen.
00:50:06: Die größte und gefährlichste Insinuation innerhalb der deutschen Ideengeschichte ist die Unterscheidung von Freund und Feind von Karl Schmidt.
00:50:15: Wenn jemand ein Feind ist also dieses Extrem dann ist die Sache schon nicht mehr zu retten.
00:50:20: im Prinzip Das Ist Nicht der Normalfall!
00:50:23: Der Ausnahmezustand ist niemals der Normalfall.
00:50:27: In der Demokratie gibt es Gegner.
00:50:29: wenn wir Feinde haben Demokratie gefährdet.
00:50:33: Insofern nafft er uns in Temprini niemals Karl Schmidt!
00:50:37: Ein wunderbarer Gedanke.
00:50:39: und wie könnte das Schöner heute unser Gespräch enden mit der Idee, dass ein Gegner in der demokratischen Gesellschaft nicht zum Feind werden darf?
00:50:47: Und das ist doch vielleicht ein Leuchtfeuer was wir uns alle mitnehmen können an der Stelle.
00:50:52: Und ganz unabgesprochen haben sie mir jetzt eine wunderbare Abmoderation gegeben, denn Sie haben ja auch oft gefragt was macht das Roman Herzog-Institut?
00:51:00: oder unser Institut hat da auch eine Verantwortung?
00:51:02: und genau das wie aktuell ist der Zauberberg von Thomas Mann?
00:51:06: Haben wir im März diesen Jahres...
00:51:09: Das habe
00:51:09: ich in der FAZ gelesen.
00:51:11: ...haben Sie gelesen zusammen mit Kaisina Oliver Jarros und Markus Gasser.
00:51:15: und auch da geht es ganz heiß her um diesen Dialog.
00:51:19: Und womit man sich eben beschäftigen kann, eine Lehre die alle daraus ziehen ist eben diskursfähig zu werden wieder.
00:51:27: Heute diskursfähig zu sein und in einem guten Miteinander konstruktiv zu streiten.
00:51:34: Auch da gehen wir beide ja jetzt vielleicht Hand-in-Hand aus diesem Gespräch raus an der Stelle.
00:51:40: Ich danke Ihnen für dieses wunderbare Gespräch!
00:51:43: Danke für Ihre Zeit Thomas Meyer.
00:51:45: Haben Sie vielen Dank für die Einladung?
00:51:46: Das hat mich sehr gefreut bei ihnen sein zu dürfen.
00:51:50: Mir hat dieses Gespräch auch große Freude gemacht und ganz besonders empfehle ich Ihnen noch mal die RHI Kontexte in den Thomas Meyer gemeinsam mit Martin Lang über Hannah Arendt ihr Wirken, Ihr Werk Seinwerk das er dazu verfasst hat sprechen wird.
00:52:06: Es gibt da zu zwei Folgen.
00:52:08: schauen Sie rein!
00:52:09: Und ich freue mich auch wenn Ihnen dieses Gesprich Spaß bereitet hat.
00:52:12: lassen sie gerne einen Kommentar da Ich greife es immer gerne wieder auf beim Podcast aus dem Roman-Herzog-Institut einschalten.
00:52:23: Bis dahin haben Sie eine gute Zeit!
00:52:25: Nur wer die richtigen Fragen stellt, findet am Ende auch die Antworten, die zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung Deutschlands beitragen.
00:52:35: Dr.
00:52:35: Martin Lang geht diesen Fragen in den RHI Kontexten
00:52:39: auf
00:52:39: den Grund.
00:52:40: Schauen sie rein auf unserer Webseite unter romanherzoginstitut.de oder auf unserem YouTube Kanal.
00:52:48: Tina
00:52:49: Meyer Schneider trifft alle zwei Wochen die Menschen dahinter im Podcast des Roman-Herzog-Instituts.
00:52:56: Zu hören
00:52:57: überall, wo es
00:52:58: Podcasts gibt – abonnieren Sie uns!
Neuer Kommentar