#76 Andreas Urs Sommer: "Ich hoffe, dass man die Stiftung als einen Ort wahrnehmen wird, an dem Wissenschaft zündet.“
Shownotes
In dieser Folge des RHI-Podcasts spricht Tina Maier-Schneider mit dem Philosophen Andreas Urs Sommer über seinen Wechsel von der Universität Freiburg an die Carl Friedrich von Siemens Stiftung und darüber, wie Wissenschaft künftig noch stärker mit der Öffentlichkeit in den Dialog treten kann. Nach Jahren in Forschung und Lehre übernimmt Sommer die Leitung der traditionsreichen Stiftung und verbindet damit das Ziel, wissenschaftliche Neugier weit über den akademischen Raum hinaus zu fördern.
Im Gespräch erklärt Sommer, warum Neugier für ihn eine wichtigeTugend wissenschaftlichen Arbeitens ist und weshalb eine Stiftung heute mehr sein sollte als ein Förderer im Hintergrund. Er spricht über neue Veranstaltungsformate, öffentliche Vortragsreihen und Publikationen sowie über das diesjährige Sondervortragsprogramm zum Thema Hoffnung, das unterschiedlichste wissenschaftliche Perspektiven miteinander verbindet. Wissenschaft, so seine Überzeugung, müsse nicht nur Erkenntnisse hervorbringen, sondern Menschen dazu anregen, Fragen zu stellen und neue Denkwege zu entdecken.
Außerdem geht es um die Verantwortung wissenschaftlicher Institutionen in gesellschaftlich bewegten Zeiten. Er spricht über Transparenz, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, neue Ideen für die Stiftungsarbeit und darüber, weshalb ihn der Wechsel nach München trotz seiner Verbundenheit zur Universität Freiburg gereizt hat. So entsteht ein Gespräch über Wissenschaft als Brücke zur Gesellschaft, die Kraft der Neugier und die Hoffnung, Menschen für Forschung und Denken zu begeistern.
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🎧 Der Interviewpodcast aus dem Roman Herzog Institut mit wechselnden Gästen. Im persönlichen Gespräch unterhalten sich Köpfe der Wissenschaft mit Host Tina Maier-Schneider über ihr Leben und ihre Arbeit. Hier lernen Sie Wissenschaftler:innen kennen, die etwas bewegen. Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie das Schwesterformat RHI-Kontexte, in dem Dr. Martin Lang mit führenden Wissenschaftler:innen aus verschiedensten Disziplinen intensiv ihre Forschungen und Gedanken diskutiert. 🔥 Abonnieren Sie den YouTube-Kanal des Roman Herzog Instituts direkt hier: https://bit.ly/AboRomanHerzogInstitut
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00:00:01:
00:00:14: In der akademischen Philosophie ist auch Neugier immer möglich und erwünscht, aber es bleibt dann doch in den üblichen Routinen des universitären Betriebs.
00:00:25: Man kann auch einmal demokratische Anliegen innerhalb einer Institution zu verwirklichen versuchen, auch wenn jetzt irgendwie beim einen Vorstand auf der Visitenkarte steht und beim anderen Mitarbeiter auf der visiten Karte steht.
00:00:40: Ich hoffe dass man sie tatsächlich als einen Ort wahrnehmen wird an dem Wissenschaft zündet wo Wissenschaft stattfindet als streitbarer Austausch.
00:00:54: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast aus dem Roman-Herzog-Institut.
00:00:58: Mein Name ist Tina Meyer Schneider, heute bei mir zu Gast Andreas Urs Sommer.
00:01:03: Nach drei Jahren und einer Übergangslösung hat die Karl Friedrich von Siemens Stiftung mit Andreas Urs Summer jetzt eine Leitung gefunden.
00:01:11: Der wechselte von Freiburg nach München Und mit ihm hat sich die Frage wieder gestellt, wie sich die traditionsreiche Stiftung künftig wissenschaftlich und öffentlich neu aufstellen will.
00:01:23: Dazu wollen wir jetzt miteinander reden!
00:01:25: Herzlich Willkommen im Studio.
00:01:26: Hallo Andreas Sommer.
00:01:28: Frau Meyerschneiders, Sie sind hier herzlich begrüßt.
00:01:31: Als sie den Job angenommen haben Herr Sommer was haben sie sich denn da gedacht?
00:01:36: Wissenschaft und Öffentlichkeit?
00:01:38: Wie soll das in Zukunft zusammengehen?
00:01:40: Ich glaube, dass die Kabirich von Siemenschiftung ein idealer Ort ist um das auch tatsächlich zusammenzuführen.
00:01:46: In der Vergangenheit war die Stiftung vornehm zu rückhaltend, was die Öffentlichkeit angeht.
00:01:52: Wir haben zwar immer die Vortragsveranstaltung gehabt, die sich auch eine große Öffentlichkeit gerichtet haben.
00:01:57: aber dennoch war eine alle Bereiche der Stiftungen umgreifende Vornehmheit die Losung des Hauses.
00:02:06: und mir scheint aber dass die Stichtung gerade als eine Art von Brücke zwischen der wissenschaftlichen Forschung der Öffentlichkeit eine herausragende Stellung in Zukunft haben könnte.
00:02:21: und da ich selbst in meiner eigenen philosophischen Arbeit die Öffentlichkeit eigentlich nie geschäuht habe, hab' ich dann auch sehr gern die Herausforderungen angenommen.
00:02:30: Die Kavirich von Siemens Stiftung in vielleicht etwas andere Phase hinein zu begleiten.
00:02:38: Ja am Roman Herzog-Institut hatten wir jetzt schon Mehrmals die Gelegenheit, zusammen mit Ihnen zu arbeiten.
00:02:46: Gemeinsam ein paar Projekte zu machen.
00:02:47: auch im Podcast haben wir schon mal zu Ihrem Leben und werde gangesprochen.
00:02:52: und weil ich da noch so viele Momente mitgenommen habe und eins ist mir ganz prägnant hängen geblieben und das war Ihre Neugier auf Dinge!
00:03:02: Welche Art von Neugiere bringen Sie denn jetzt in die neue Stelle mit rein?
00:03:08: Und was wünschen sie sich?
00:03:11: an diesem traditionsreichen Ort entstehen darf.
00:03:14: Tatsächlich sollte die Kalbericht von Siemenschriftung ein Ort sein, wo Wissenschaft stattfindet.
00:03:21: Wo Wissenschaft Funken schlägt und wo die Neugier der herrschende Tugend ist gilt auch für mich ganz persönlich.
00:03:29: tatsächlich habe ich ja bis anhin eine Professur an der Universität Freiburg gehabt und von der bin ich jetzt beurlaubt.
00:03:38: es hätte also sehr nahegelegen einfach weiter im akademischen Kontext zu bleiben.
00:03:44: Ich bin sehr gerne immer in Freiburg gewesen und dann zu sagen, man macht etwas ganz anderes.
00:03:50: Das ist wesentlich auch eine von Neugier getriebene Entscheidung gewesen.
00:03:58: Sollte ich nun bis zur Emeritierung das machen?
00:04:03: einigermaßen zu können glaube, Forschung und Lehre im universitären Kontext.
00:04:08: Das bringt zwar auch viele Momente der Neugierde mit gerade weil man als Philosoph die Möglichkeit hat gewissermaßen universal dilettantisch immer wieder bei neuen Dingen anzufangen.
00:04:18: Man ist nicht so fixiert auf Fachwissenschaftliches wie das in anderen Disziplinen, vielleicht üblicher ist also da.
00:04:26: In der akademischen Philosophie ist auch Neugier immer möglich und erwünscht aber es bleibt halt dann doch in den üblichen Routinen des universitären Betriebs und dann zu sagen ja, vielleicht bin ich meine Neugiere, um was anderes zu machen, doch sehr groß!
00:04:42: Das war eine wesentliche Triebkraft mich für diese Stelle bei der Kavirik von Siemens Stiftung zu bewerben der Neugier denn andererweise Ausdruck geben kann.
00:04:54: Natürlich bringt es für mich auch im Alltagsgeschäft, das mit sich, dass ich mich mit ganz vielen Wissenschaftsbereichen beschäftigen darf von denen ich eigentlich überhaupt keine Ahnung habe.
00:05:05: gerade auch unser Vortragsprogramm aber auch unser Förderprogramm für Projekte ist außerordentlich breit aufgestellt.
00:05:13: Eigentlich alles was wissenschaftliche Grundlagenforschung betrifft kann da adressiert werden.
00:05:18: Das bringt es mit sich.
00:05:19: Referentinnen und Referenten aus allen Gebieten haben, haben sollen Natur- und Kulturwissenschaften genauso abgedeckt werden.
00:05:29: Und das bedient sozusagen mein persönlichen Neugier der Haushalt noch in anderer Weise als dass im akademischen Betrieb wo mehr universitären akademische Betriebe natürlich auch zu allen möglichen Vorträgen gehen könnte was man dann aber nicht macht wenn man so in seinen eigenen Dingen eingespannt sind.
00:05:47: hier Darf ich das dann von Amteswegen tun, was mich natürlich sehr freut.
00:05:52: Aber generell würde ich eben sagen dass die Kavirik von Siemens Stiftung ein Ort sein sollte der die Neugierder gewissermaßen als universelle Tugend herausstellt und nicht nur Neugierte eines ausgewählten akademischen Publikums bedient sondern diese Neugiere auch hin sagen wir mal nicht in erster Linie akademische Kreise über begreifen lässt.
00:06:19: Schon der Gründer der Stiftung Ernst von Siemens, die Stiftungen im Andenken an seinen Vater, Kavirich von Siemans, hat den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu einem Hauptanliegen gemacht und gerade die Veranstaltungen, die die Stifte selbst in dem Stiftungshaus am südlichen Schloss Rondelle München ausrichtet.
00:06:51: Sie haben jetzt schon ein ganz spannendes Programm aufgesetzt.
00:06:54: Das fängt jetzt an, diese erste ... Dieses Sonderprogramm, ich sage Sie gleich nochmal den Titel richtig.
00:07:02: Aber es ist im Anlaufen und da haben sie schon ein ganz großes Potpourri an Vorlesungen, an Diskussionen,
00:07:10: an
00:07:10: Menschen eingeladen die auch mal so die ganze Wissenschaftsbandbreite auf einen relativ kurzen Zeitraum angehen.
00:07:18: Tatsächlich ist das Programm, dass wir gerade jetzt anbieten zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder ein Sondervortragsprogramm.
00:07:25: So
00:07:26: heißt es Sonder-Vortragsmogramm!
00:07:28: Wollen
00:07:28: wir richtig sagen?
00:07:29: Und zwar haben das meine Kollegen Markus Kleinert und Fabian Brandt conceptualisiert und es geht um das Thema Hoffnung und zwar im breitest möglichen Rahmen.
00:07:40: Wir haben angefangen mit einem Vortrag aus der Theologie werden morgen eine Wissenschaftlerin haben, eine Literatin haben.
00:07:49: Die nicht Wissenschaftlerin ist Frau Aleksejiewicz die weißrussische Literatur Nobelpreisträgerin.
00:07:56: Wir werden Physiker und Biologinnen haben.
00:07:59: wir werden Religionswissenschaftler und Philosophen haben mein unglaubliches Spektrum der möglichen Hoffnungsbegriffe vor Augen führt bekommen und uns immerzu die Frage stellen müssen.
00:08:15: Und vor die Frage gestellt werden, wie weit Hoffnung im Bereich des politischen aber auch im Bereich Weltanschaulichen etwas ist.
00:08:23: was trägt oder ist die Hoffnung vielleicht nur eine Illusion?
00:08:28: Manche antiken Denker haben die Hoffnungen als das schlimmste aller Laster angesehen Weil sie trügerisch ist, ist in der Büchse der Pandora ja durchaus ein Wesen das vorkommt.
00:08:43: Die Hoffnung die Pandora die die Büchsee den Menschen bringt und alle übel damit über die Menschheit ausgegossen werden weil die Menschen reingucken neugierig sind was es in der Bückse drin als letztes kriegt die Hoffnung heraus.
00:08:56: Ist sie nun das was den Menschen über diese Übel hinweck helfen soll oder ist sie eben vielleicht etwas was selber von übel ist und dieser Bangenfrage auch, wie wir mit der Hoffnung umgehen können werden wir uns in diesem Quartal stellen.
00:09:13: Die Sondervortragsreihen bringen in der Regel sehr viel mehr Vorträge mit sich also unser normales Quartalsprogramm fast.
00:09:21: Wir haben jetzt vierzehn Vorträge.
00:09:23: Normale Quartalesprogramme sind so sieben acht Vorträge.
00:09:27: normalen Quartalsprogrammen in Anführungszeichen sind wir jetzt nicht thematisch fixiert, sondern wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einladen die beeindruckend sind.
00:09:38: Die aber einfach das Neueste aus ihren jeweiligen Forschungen dem Publikum präsentieren sollen, nicht auf ein Thema hin spezifiziert.
00:09:47: Diese Sondervortragsreihe über die Hoffnung gibt uns natürlich dann auch wieder die Möglichkeit der entsprechende Publikationen.
00:09:53: Wir haben die Schriftenreihe im CHBEC-Verlag, Edition, der KWD von Siemens Stiftung, wo einerseits Monographien von Fellows erscheinen, die die Stiftungen einlädt zum anderen aber eben auch solche Sondervortragsreihen ihren Platz haben könnten, was aber eben natürlich sehr viel mehr aufwand macht.
00:10:13: Redaktionellenaufwand macht herausgeberischen Aufwand macht als wenn man mal zum Vortrag einlädt und danach dann den Referenten und Referentin es überlässt was sie aus ihrem vortrag machen.
00:10:25: Aber die Arbeit haben Ihre Kolleginnen ja nicht gescheult und Ihnen als Philosoph bei dem Thema Hoffnung auch einen roten Teppich fast schon aus.
00:10:33: Um anzufangen in diesem Sommer?
00:10:35: In der Tat ist die Thematik natürlich gut gewählt gerade in dieser Ambivalenz, nicht nur im Blick auf die Stiftung wo ich ... Und ich hoffe auch dass die Kolleginnen und Kollegen in der Stiftungen mir dabei pflichten werden sehr gute Hoffnungen winnen das die Kafferricht von Siemens Stiftungs auch künftig eine einen guten Weg nehmen wird, sondern natürlich auch was die gesellschaftliche Gesamtlage angeht.
00:11:01: Wo ja das Hoffnungsthema einerseits da ist andererseits die Frage im Raum steht Ja auf was soll es Hoffnung geben?
00:11:11: Wer hat der rechtliche Hoffnung und wer nicht?
00:11:14: Wir stellen jetzt bei den Anmeldezahlen für unsere Veranstaltungen fest dass die Nachfrage sehr groß ist Interesse an dieser Sondervortragsreihe uns ja fast schon überwältigend ist.
00:11:28: Wir hoffen natürlich, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch durchhalten.
00:11:33: Bei uns sind die Fahrstattung immer so das wir zum ersten den Vortrag haben und dann nach einem Buffet alle eingeladen sind an der Diskussion diese Intensiv sein kann teilzunehmen.
00:11:45: Und da ist das Bedürfnis über diese ganz grundlegenden Fragen nachzudenken, schon sehr groß eben aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
00:11:55: Da sollen nicht nur und es recht eigentlich nicht die jeweiligen Fachwissenschaftlerinnen und Fachw.
00:11:59: Wissenschaftler aus dem Publikum zu Wort kommen sondern eben auch der interessierte Bürger, derjenige der sich für ein Thema vielleicht aus anderer fachlicher Perspektive begeistert, anderer als der Referentin die fachliche Perspektiv mitbringt.
00:12:14: Ja, Begeisterung oder eben vielleicht auch die Neugier.
00:12:16: Erst in die eine dann in die andere Richtung aber die Neuguier wo das eben alles hinführen wird.
00:12:23: Sie haben jetzt schon mal gesagt von diesen verschiedenen Polen die sie als Stiftung ja auch zu bedienen haben wir im Roman Herzog Institut haben ja auch das Thema wissenschaftliche Themen in die Öffentlichkeit zu bringen und in der Gesellschaft zu diskutieren.
00:12:37: da haben wir ja auch einen ganz ähnlichen Angang.
00:12:39: tatsächlich Wenn Sie jetzt nochmal reingucken, wie wollen sie es aber schaffen aus etwas was wirklich besondere Denker anzieht?
00:12:49: Das sei auch mal ein Habermas erinnert an der Stelle oder so die in Ihrer Stiftung ja wesentliche gesellschaftliche Impulsgedanken auch formuliert und nach vorne gebracht haben.
00:13:00: Hier wirklich ist zu schaffende Übersetzung von konzentrierten akademischen Denken in einen gesellschaftspolitischen Diskurs zu bringen.
00:13:09: Es ist tatsächlich jedes Mal ein neuer Versuch, jedes Mal eine neue Versuchthemen die die Wissenschaft beschäftigen.
00:13:17: an ein Publikum zu vermitteln, dass mehr oder weniger aufgeschlossen ist.
00:13:22: Hoffentlich müssen Aufgeschlossenheiten auch erst hergestellt werden.
00:13:26: Sie werden durch aktuelle Lagen hergestellt.
00:13:28: also wenn Sören Neitzel bei uns vortragen wird dann ist ihm jetzt weil die militärhistorischen und militärstrategischen Fragen natürlich eine große Rolle spielen Sicherheitsfragen ist ihn jetzt die Aufmerksamkeit sicher.
00:13:43: ob das vor zehn Jahren vor dem Ukrainekrieg so gewesen wäre Das weiß ich nicht.
00:13:49: Es ist ganz klar, dass manche Themen die Wissenschaft bewegen für das allgemeine Publikum Anschlussfähiger sind andere nicht und wenn es gelingt den Funken der Neugierde überspringen zu lassen.
00:14:02: Es können ja auch nur wenige sein.
00:14:04: Es kann ja sein, dass der Vortrag scheinbar gar keinen Anklang findet aber sitzt ein Studentin oder ein Doktorant im Plenum und hat die zündende Idee die sie oder er dann umsetzt und in die Welt tragen wird, ist der Zweck der Stiftung eben diesen Funken der Neugier oder das Brennen für die Wissenschaft zu erzeugen natürlich vollumfänglich erfüllt.
00:14:27: Das heißt es ist häufig nicht planbar wie dann die Wirkung ist, wobei wir natürlich versuchen wie Sie am Roman Herzog Institut ja auch auf verschiedenen Wegen die Öffentlichkeit so adressieren.
00:14:39: unsere Vorträge sind ein Teil davon ein anderer Teil Ich habe die Edition der KFW von Siemens Stiftung bei CHBEC schon erwähnt.
00:14:50: Das sind meistens umfangreiche Monographien, die auch sich an ganz unterschiedliche Leserinnen und Leser richten.
00:14:59: Also da gibt es eben so ein Buch von Karl Schlögel zum Sowjet-Imperium das er als Fellow der Stiftungen geschrieben hat wie jetzt jüngst dein Buch von Robert Page über die Kunst der Bienen einen berühmter amerikanischer Bienenforscher.
00:15:11: Es gibt ein Buch vom Heinrich Tetering Bob Dylan ebenso wie Bücher zu Themen des außereuropäischen Denkens, etwa Daniel Lese hat eine Darstellung und eine Sammlung von Texten zum aktuellen chinesischen Denken in dieser Reihe publiziert.
00:15:29: Also das heißt thematisch ganz unterschiedlich aber da müssen die Buchhandlung gehen und das Buch kaufen bis zwar günstiger als sonstige Bücher des Verlages weil die Stiftungen da auch finanziell ein bisschen helfen kann während Und auf der anderen Seite viele unserer Vorträge, die Anklang finden oder die An Klang finden sollten.
00:15:49: So bedenken wir uns das auch in unsere eigenen Themenreihe publiziert werden.
00:15:53: Sprich wenn Sie jetzt nicht die Möglichkeit haben zu den Vorträgen zu kommen.
00:15:57: es gibt im Übrigen auch ein Livestream zumindest da wo uns die Referente und Referenten das erlauben.
00:16:04: Das machen nicht alle.
00:16:05: manche zum Beispiel Naturwissenschaftler sind eher zurückhaltend weil sie die neuesten Sachen dann vorstellen dass nicht gleich schon über den Äther gehen sehen wollen.
00:16:15: Aber abgesehen davon haben wir diese Reihe Themen, eine Publikationsreihe die von uns selber verantwortet wird und deren Publikationen oder deren Hälfte oder Büchlein wie auch kostenlos den Interessierten zur Verfügung stellen.
00:16:32: also man kann auf unserer Homepage Die wird bald ganz neu aufgesetzt, aber man kann das auch jetzt schon sehen.
00:16:38: Was es alles an Themenheften gibt und wenn sie etwas interessiert.
00:16:42: Auch Dinge die weit in der Vergangenheit liegen dann schreiben Sie eine E-Mail und bekommen Freihaus diese entsprechenden Hefte oder Bände zugeschickt.
00:16:52: Ihre Kollegen werden sich bedanken!
00:16:53: Wenn jetzt alle Leute schnell mal gucken und wissen wollen was sie zum Freiraus geben haben.
00:16:58: Absolutes wir haben natürlich dann auch wenn die entsprechende entsprechende Medienberichtungsstartung starten.
00:17:03: Ich finde es werden jetzt jüngst einen Band von Christoph Möllers über die Freiheit der Kunst gehabt und da wurde in den Süddeutschen besprochen, zusammen mit einem neuen Buch.
00:17:12: Ein umfangreicheren Buch das Christoph Müllers der Jurist über die Kunstfreiheit geschrieben hat und wir hatten dann eine sehr, sehr staatliche Anzahl von Bestellwünschen was ja völlig in Ordnung ist.
00:17:24: also wie als Stiftung stellen diese Publikationen eben frei zur Verfügung Und das ist ja dann eben auch der Sinn, dass die entsprechenden Erkenntnisse – auch für diejenigen, die nicht am Vortrag teilnehmen konnten oder die das, was sie an dem Vortag gehört haben – noch einmal rekapitulieren wollen.
00:17:41: Dass da eine entsprechende Aufmerksamkeit auch sozusagen für ein Lesepublikum geschaffen werden kann und das scheint uns ein wesentlicher Weg zu sein.
00:17:51: Ein anderer Weg sind Gastveranstaltungen, die wir im Haus anbieten.
00:17:56: Das heißt, dieser Vortragsreihe quasi selbst die Regie.
00:18:01: Bei den Publikationsreihen haben wir auch selbst die.
00:18:05: Wir haben auch das Medium, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei uns einen Antrag stellen können.
00:18:11: Sie möchten gerne in unserem Stiftungshaus am südlichen Schloss Rondell in Nymphenburg eine Gastveranstaltung durchführen möchten.
00:18:20: Dann sollen sie uns kurz erklären was sie da machen.
00:18:23: wir haben ein Vergabeausschuss der dann darüber befindet was da an Vorschlägen an Anträgen eingegangen ist.
00:18:31: Das können sehr kurze Anträge sein die aber eben partieren müssen worum es geht, was der wissenschaftliche Zweck des Ganzen ist und da kann von Doktorandenwerkstatt bis zu internationaler Tagung alle stattfinden.
00:18:42: Wir haben ein großartiges Küchen- und Serviceteam im Haus das dann denjenigen die bei uns Gastveranstaltungen durchführen zur Verfügung steht.
00:18:51: Das wird eine Rundumversorgung gesorgt sein und das ermöglicht natürlich auch uns als Stiftung mit Menschen in Kontakt zu kommen weil wir dieses schöne Haus haben wie vielleicht die Stiftungen noch nicht von sich aus kennen?
00:19:04: Der hat die Tagung organisiert und lädt fünfzig Leute ein.
00:19:07: Und die sind alle zum ersten Mal bei uns im Haus, finden das vielleicht ansprechend und kommen dann gerne auch bei anderer Gelegenheit wieder, sei es zu unseren Vortragsveranstaltungen, die wir selber machen oder aber vielleicht auch selber mal motiviert eine Projekteingabe zu machen für eine Gastveranstaltung selber federführend ins Zeug zu legen.
00:19:34: Aber jetzt mal Hand aufs Herz, nach den drei Minuten was die Stiftung alles kann?
00:19:39: Worauf freuen Sie sich mehr aus kuratieren der Themen oder darauf die Menschen zusammenzubringen?
00:19:47: da ganz schwer nur eine Präferenz-Hirarchie machen können.
00:19:51: Ich würde generell sagen, dass das Großartige natürlich ist an dieser Stiftung, dass eine gewaltige Gestaltungsfreiheit da ist die sie und das ist für mich auch ein wesentlicher Motivation gewesen diesen Schritt zu gehen aus der Universität in die Stiftungen Dass hier Dinge möglich sind, die eben im normalen gewissermaßen amtlichen akademischen Betrieb nicht möglich sind Auch dadurch, dass die finanziellen Ressourcen sind und die Stiftung hat hier gewaltig viele Spielräume auch Experimentierräume, die sie nutzen kann.
00:20:23: Und wir überlegen natürlich auch andere Formate.
00:20:27: etwa denken wir über eine weitere Schriftenreihe nach, die gewissermaßen zwischen diesen Vortragsthemen heften und den großen Monographien liegen so etwas wie Verführungsschriften zu Wissenstaffen, Verführungsschriften, die jemanden der vielleicht nicht auf Anhieb sich für Astro- die Astrophysik oder für Philosophie interessiert, dazu bringen sich dafür zu interessieren.
00:20:50: Neugierig
00:20:51: zu werden?
00:20:51: Absolut neugierige zu machen und auch jemandem der dann als Autor, als Autorein fungiert selber die Möglichkeit zu geben seine eigene Stimme, ihre eigene Stimme zu erheben und sichtbar zu machen.
00:21:05: warum macht die Astrophysikerin oder der Philosoph das was er macht nicht dröge Einführungstexte, Einführungen in die Astaphysik sondern etwas, was diesen Funken der Neugier zum Zünden bringt.
00:21:21: Texte von vielleicht hundert und zwanzig Seiten.
00:21:24: Und darüber denken wir jetzt gerade nach, also eine weitere Möglichkeit auch einen Publikum zu adressieren das eben vielleicht weder weiß dass es bei uns Vortragsthemenhefte bestellen kann noch zu den Vorträgen kommt dann vielleicht an der Ladenkasse in der Buchhandlung anlacht und so zur Neugier dafür ein Thema befindet das vielleicht nicht unmittelbar auf dem Präsentierteller für die betreffende Lesen der Person lag.
00:21:56: Also auch wieder zum Anfang unseres Gesprächs, auch was Brücken bauen also zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit einfache Zugänge, transparente Zugänge zu schaffen und Möglichkeiten entdecken zu lassen.
00:22:10: In der Tat, also wenn sie da wollen ist meine Stiftung wie die unsere natürlich gilt das auch für das Roman Herzog Institut ein großes Möglichkeitenlaboratorium und dadurch dass wir nicht gebunden sind dann ganz bestimmte Formen so sehe ich an den alten Formen auch festhalten will.
00:22:27: Also ich bin überzeugt dass diese mitunter etwas vielleicht altmodisch anmutende Art dieser Abendvorträge sehr vieles für sich hat weil man sich konzentriert mit einem Thema mal eben einen Abend lang beschäftigt.
00:22:39: Wir sagen ja heutzutage in der Schnelllebigkeit, da wollen die Leute nur drei Minuten Clips haben.
00:22:45: Die soll's künstlich im Übrigen auch geben.
00:22:46: also wir wollen an die Referentinnen und Referenten drei pointierte Fragen stellen, die sie dann in Kurzvideos auch beantworten sollen.
00:22:56: Also solche Formate denken wir durchaus auch nach.
00:22:59: aber bewährt es wie eben zum Beispiel dieses Vortragsprogramm Wie die Publikationsreihen, die wir bereits haben aufrecht zu erhalten glaube ich ist wichtig, was uns aber nicht daran hindert auch neue Wege zu versuchen.
00:23:14: Weil wir eben nicht gewissermaßen regulatorisch darauf verfest gelegt sind.
00:23:19: Wir haben auch durch unsere Satzung sehr viele Freiheiten und wir müssen Wissenschaft fördern.
00:23:24: Wir wollen Wissenschaft fördern – daran hängt unsere Gemeinnützigkeit!
00:23:28: Aber wie wir das tun?
00:23:30: Da sind weitgehend frei.
00:23:33: Wir müssen natürlich mit diesem Privileg der Gemeinnützigkeit verantwortungsvoll umgehen, das versteht sich.
00:23:38: aber wir haben eben andere Möglichkeiten als sagen wir mal Förderer die sehr viel stärker in institutionelle Zwänge eingebunden sind was uns gerade bei der Projektförderung oder auch der Fellow-Förderung in keiner Weise behindert.
00:23:54: Wenn wir jetzt nochmal einen Schritt zurück gehen und uns den Andreas Ur-Sommer anschauen, der jetzt die Universität verlassen hat.
00:24:03: Wo hängt ihr her, dass bei all diesen neuen Aufgaben, die sie haben, ihr letztes Projekt vielleicht erst mal ruhen muss?
00:24:12: Sie sind ausgewiesener... Nietzsche Kenner, auch wir hatten schon einen spannenden Weihnachts-Podcast zu diesem Thema miteinander.
00:24:20: Nietzche und Weihnachten auch für alle.
00:24:22: gerne mal zum Reinhören.
00:24:25: aber ich stelle mir das auf der einen Seite natürlich spannend vor jetzt so was Neues für sich zu entdecken.
00:24:30: Aber andererseits habe ich sie in unseren Gesprächen die wir geführt haben Und auch in den Ri Kontexten die Sie mit Martin langgeführt haben Wo es in zwei großen Folgen genau wie eine Abendveranstaltung ganz und breite ihres wissenschaftlichen Themas geht.
00:24:46: Wo haben Sie einen kleinen Wehmutstropfen, dass das jetzt erst mal liegen bleibt?
00:24:51: Ich
00:24:51: hoffe tatsächlich nicht, Frau Meyerschneider.
00:24:53: Dass es liegen bleibt, ich hatte mir auch vom Stiftungsrat der meine Berufung auf diese Stelle zu verantworten hat.
00:25:05: Nicht nur ausbedungen, dass sich selber weiter wissenschaftlich forschen soll und darf, weiter philosophisch tätig sein soll und da, sondern ist ausdrücklich gewünscht des Stiftlungsrates dass ich das auch tue.
00:25:18: Ich bin in der Tat der Stiftung, gerade weil sie Nietzsche ansprechen aus der Vergangenheit noch war schuldig.
00:25:25: Ich habe nämlich als ich vor vielen Jahren hier Fellow war unvorsichtigerweise am Ende meiner Fellowzeit einen Vertrag mit dem CHB Verlag unterschrieben im Hinblick auf eine Nietzche Biografie und diese Nietzze Biografien...
00:25:38: Wunderbar!
00:25:39: Also wie kommt die?
00:25:40: Die kommt.
00:25:40: In der Tat, ich bin noch nicht ganz so weit wie ich sein möchte woran die Stiftungen ganz und gar nicht schuld ist, sondern das Universitäre, der universitäre Administrationsapparat in dem ich in den letzten Jahren leider mehr eingebunden war als ich es eigentlich hätte sein wollen.
00:25:56: Ich habe den Eindruck dass sich – und das sage ich jetzt auch schon nach wenigen Wochen – die Tätigkeit für die Stiftung, dass ich durchaus die Freiräume habe und mir auch nehmen kann um weiter philosophisch wissenschaftlich tätig zu sein und eben gerade auch das soll eigentlich mein letztes Nietzsche Buch werden, diese Biografie in vernünftiger Frist Ende zu bringen.
00:26:20: Auch der Verlag hat durchaus deutlich gemacht dass es jetzt mal kommen soll und wir das nicht an Kalendars Gräkars tagen wollen und auch andere Aufgaben die die Philosophie in der Öffentlichkeit hat sind wir natürlich nach wie vor ein brennendes Anliegen so dass ich angedachten Reihen über Versuchungen hinzu.
00:26:43: Wissenschaft zur Philosophie gerne selbst ein Bändchen verantworten werde, wenn das denn auch gewünscht sein wird.
00:26:52: Also auch da würde ich keine Wehmut verspüren dass sich jetzt Dinge nicht mehr tun kann die ich bisher auf der Professur tun könnte.
00:27:03: Auch was die Lehre angeht bin ich jetzt nicht tatsächlich schon im Abschiedschmerz.
00:27:11: Tatsächlich bin ich durch die Beurlaubung von der Professur von allen Lehrverpflichtungen freigestellt, auf der anderen Seite habe ich alle Rechte behalten kann also jederzeit wenn ich wieder will Vorlesungen halten zwar oder Seminare machen schauen dann mal.
00:27:25: jetzt in diesem Semester und im Wintersemester halte ich mich um mich da auch einzufuchsen in München wie es dann im kommenden Jahr ausschaut, ob ich wieder in regelmäßigen Abständen oder auch unregelmäßige Lehrveranstaltungen anbieten werde.
00:27:42: Das werden wir noch mal sehen!
00:27:43: Damit es also nicht genommen ist und ich es jederzeit tun kann, habe ich auch da wenig Abschiedsschmerz.
00:27:50: Und wo ich überhaupt keinen Abschiedschmerz habe – das ist tatsächlich die bürokratische Seite der Universität.
00:27:56: Ich hörte jetzt einige Jahre lang das undankbarste Amt, dass man sich an eine Universität denken kann des Studiendekarns Außer nicht hohes Frustrationspotenzial mit sich bringt in der Bologna Universitäten, die sie ständig selber evaluieren und akkreditieren müssen.
00:28:18: Dieses Amt und anderen damit zusammenhängende Verpflichtungen los zu sein finde ich eine sehr erfreuliche Perspektive.
00:28:27: Ich hoffe dass die Freiburger Kollegen das jetzt nicht hören.
00:28:31: Wahrscheinlich werden diese schon mal einschalten!
00:28:34: Aber nichtsdestotrotz, Sie bleiben ja auch Ihren Studierenden noch ein bisschen erhalten und werden auch noch Ihre Prüfungen abnehmen.
00:28:41: Und sie in diesem Semester zumindest dort auch noch begleiten.
00:28:46: Jetzt sind Sie sehr meinungsstark Herr Sommer!
00:28:49: Wir haben das im Salon Streitgespräch hier auch schon kennengelernt.
00:28:52: Und Sie beziehen in Ihrer wissenschaftlichen Herangehensweise auch Positionen.
00:28:57: Sie haben eben schon anklicken lassen dass die Philosophie der Philosophe hat Verantwortung nach außen in die Öffentlichkeit, der Akademiker und die wollen sie auch wahrnehmen.
00:29:08: Inwieweit ist es denn jetzt wenn Sie da den Spagat machen aus der Wissenschaft wo Sie eine Position vertreten wie leicht oder schwer wird das sein eine Haltung für und mit der Stiftung zu finden?
00:29:23: In der Tat müssen wir das noch austarieren, weil ich natürlich dann auch als Vertreter der Stiftung wahrgenommen werde.
00:29:30: Wenn ich öffentlich etwas sage während ich früher auch wenn ich eine Institution wie der Uni Freiburg angehört habe, natürlich weniger stark mit der Institution direkt identifiziert wurde.
00:29:43: Da war ich halt ein Prof, der an der Uni freiburg war und dieser oder jene Meinung vertreten hat.
00:29:49: Wie das jetzt sein wird?
00:29:51: und stehe hier.
00:29:53: öffentlich mich zu Wort melde und dann aber immer irgendwie das Label, kafferlich von Siemens Stiftungen dazu steht sich gestalten wird.
00:30:03: Das kann ich noch nicht so recht abschätzen.
00:30:07: Aber ich glaube nicht dass ich mir in irgendeiner Weise durch die Tätigkeit für die Stiftung jetzt eine Zurückhaltung im öffentlichen Minus Kund gaben zum Beispiel was Fragen zur Demokratie Theorie angeht.
00:30:21: da hatten wir ja auch ein schönes Streitgespräch mit Herrn Wolfsson gemeinsam.
00:30:27: Roman Herzog-Institut im Sanonidbold.
00:30:30: In solchen Dingen werde ich mir sicher nicht eine institutionell verordnete Zurückhaltung auferlegen.
00:30:38: Im Gegenteil, ich würde jetzt eher versuchen auch was die Möglichkeiten angeht so etwas innerhalb der Stiftung zu verwirklichen also da aufs Partizipative zu setzen.
00:30:48: Ich habe kurz erwähnt vorhin dass wir was die Veranstaltungen die als Gastveranstaltung bei uns kommen, angeht jetzt einen Vergaberausschuss haben der darüber befindet.
00:31:01: Früher war nicht so ganz klar wer eigentlich entscheidet was an Veranstaltungen kommt und in den Vergabeausschuss gehen wir das Ganze demokratisch an.
00:31:08: also die Wissenschaftler der Stiftung sind dabei da Leiter der Öffentlichkeitsarbeit ist dabei Die Verantwortliche für die Veranstaltung ist dabei Und dann finden wir gemeinsam eine Entscheidung zur Frage, soll diese Beanstaltung kommen oder nicht.
00:31:23: Das heißt man kann auch einmal demokratische Anliegen innerhalb einer Institution zu verwirklichen versuchen, auch wenn jetzt irgendwie beim einen Vorstand auf der Visitenkarte steht und beim anderen Mitarbeiter auf die Visiten-Karte steht.
00:31:35: Dennoch denke ich dass wir gerade in diesem Team in der Kavrilik von Siemens Stiftungen unglaubliches Potenzial haben das genutzt werden will für diesen gemeinsamen Zweck für Wissenschaft zu wecken und den Funken sozusagen überspringen zu lassen.
00:31:56: Mir scheint, dass mich all das eben nicht hindert in irgendeiner Weise dann auch plantiert öffentlich zu diesem oder jedem Stellung zu nehmen, dass ich das dann markieren muss und sage ich spreche es nicht als Vertreter der Kavirik von Siemens Stiftung sondern als sei es als Bürger wenn's ums politische geht sei ist als Philosoph Fragen der Philosophie geht, das wird sicher auch meine Aufgabe sein.
00:32:22: Da steht dann vielleicht nicht drunter, dass ich von der Kathrinich von Siemens Stiftung und auf dem Podium sitze sondern als was auch immer Mensch will so oft was sie mögen
00:32:33: trotzdem nochmal anders gefragt.
00:32:34: In Zeiten wie heute, wo wir mit Herausforderungen konfrontiert sind – Sie haben es eben auch schon angesprochen – Demokratie theoretischen, demokratische Herausforderung, weltpolitischen und globalen.
00:32:46: Die gab's zwar schon immer, aber heute erscheint ja vieles noch mal unter dem Brennenglas.
00:32:51: Mit einer Stiftung die den Auftrag hat, wie Ihren oder unser Institut hier zwischen Wissenschaft auch zu verbinden, Interesse herzustellen und Neugier zu wecken.
00:33:02: Glauben Sie das ist relevant für eine Stiftung wie die Ihre ist, eine Haltung zu entwickeln?
00:33:08: Ja, die Frage ist was die Haltung dann sein könnte.
00:33:11: Ich habe ja tatsächlich über die Haltung mal zusammen mit dem Schriftsteller Matthias Politik hier in einem Streitgesprächbuch nachgedacht.
00:33:18: er hat damals dezidiert die Auffassung vertreten wir müssen irgendwie Haltung zeigen.
00:33:23: ich hab es philosophisch ein wenig anders perspektiviert und wollte ihm da auf den Leim nicht ganz gehen sondern wollte mal herausfinden was denn eigentlich damit gemeint ist, dass man eine Haltung hat.
00:33:40: Das ist klar das ist eine Stiftung wie die unsere, die eben decidiert keinen politischen Aufklärungsanspruch hat natürlich sich was parteipolitische Fragestellungen beispielsweise angeht sehr stark wird zurückhalten müssen.
00:33:54: wir haben jetzt generell sozusagen in der Familie der wissenschaftsfördernden Stiftungen die Frage, wie man sich zu gesellschaftlichen Umbrüchen verhält.
00:34:06: Was bedeutet es eine Haltung zu haben?
00:34:09: Mir scheint dass da gegenwärtig nicht nur viel Diskussion auch da ist sondern viel Unsicherheit im Raum.
00:34:17: also ist es nötig das man als Wissenschaftsfördern der Stiftung sich doch stärker irgendwie.
00:34:27: Wie soll eine solche politische Manifestation aussehen, sagt man das bestimmteweise weltanschaulich orientierte Personen nicht in den Genuss der Forderung.
00:34:40: ihrer Forschung kommen können, weil sie bestimmte Weltanschauungen vertreten.
00:34:46: Ganz schwierige Fragestellungen.
00:34:48: können wir quasi als wissenschaftsfördernde Stiftung eine Art von Gesinnungsprüfung machen.
00:34:55: Wie soll das funktionieren?
00:34:57: Woher nehmen die Legitimationen dazu, dass unsere Stiftungen nicht die übliche politische Rhetorik des Warnens und Bedenken haben allererste ins Feld führen muss, sondern sich auf diesen Bereich der Förderung von wissenschaftlicher Forschung und eben dieses Zusammenspiels von Forschung.
00:35:22: Und Öffentlichkeit in erster Linie konzentrieren muss scheint mir klar zu sein.
00:35:27: was dann aber auch bedeutet dass in gewisser Weise die alte Aufklärische Hoffnung mit schwingt.
00:35:32: die alte aufklärliche Hoffnung das die Beschäftigung mit Wissenschaft In ihren unterschiedlichen Jatierungen dazu dient die Gesellschaft zu einer lebenswärteren, einer besseren oder jetzt im Sinne unseres Sondervortrags rein.
00:35:48: Schwieriges
00:35:49: Wort!
00:35:51: Also Sonderfortragsveranstaltungsprogramms stehenden Thema der Hoffnung ob man also in diesem Sinne eine Förderung bewerkstellig die dadurch das Wissenschaft ermöglicht dass neu jeder von Wissenschaft geweckt wird, sozusagen zur allgemeinen Aufklärung beiträgt.
00:36:12: Und das ist natürlich die alte Hoffnung, die die Aufklärer schon im achtzehnten Jahrhundert hatten, dass die Beschäftigung mit Themen der Wissenschaft das was wir heute Fake News nennen, das was Wir Desinformationen nennen können gewissermaßen vertreibt wie die Sonne den Nebel vertreibt.
00:36:29: Sie können jetzt sagen, das ist vielleicht eine zu naive Hoffnung.
00:36:32: Da bin ich womöglich zu optimistisch aber mir scheint dass Machen der Hausarbeiten im Sinne eben der Förderung dessen was wissenschaftlich qualitätvoll ist und was wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen auszuwählen, dass das die Hauptaufgabe der Stiftungen ist um weniger weltanschauliche Proklamation in die Welt zu schicken
00:36:56: Da haben wir sie wieder ganz stark, die Hoffnung.
00:36:59: Jetzt haben Sie erzählt vier Jahre sind Sie jetzt erst mal beurlaubt an der Universität in Freiburg?
00:37:06: Was hoffen Sie wird man in vier Jahren über die Karl Friedrich von Siemens Stiftung sagen?
00:37:13: Ich hoffe, dass man sie tatsächlich als einen Ort wahrnehmen wird an dem Wissenschaft zündet wo Wissenschaft stattfindet.
00:37:22: Als streitbarer Austausch als etwas was lebendig ist als etwas das nicht der Verwaltung von totem Wissen bedeutet.
00:37:32: und mir wäre sehr daran gelegen dass man die Kapitelich von Siemens Stiftung eben als eine sehr dynamische veränderungsfähige die eben aber auch zu gesellschaftlichen Veränderungen durch Aufklärung über Wissenschaft beiträgt, ein Ort wo Wissenschaft sich über sich selbst aufklärt und das dann da häufig Erwartungen geweckt werden, die vielleicht nicht an jeder Stelle erfüllt werden können.
00:38:02: Sie hatten vorhin den letzten Vortrag erwähnt oder darauf angespielten Jürgen Habermas gehalten hat, den er bei uns in der Stiftung im letzten Winter halten konnte.
00:38:13: Solche Sternstunden sind nicht planbar und es ist natürlich dann wunderbar wenn sie stattfinden und ich hoffe natürlich dass die Kavirik von Siemens Stiftungen mit solchen Sternstünden assoziiert sein wird.
00:38:26: wie genau aussehen werden kann man schlecht planen Versuchen Möglichkeiten zu schaffen oder die Bedingungen der Möglichkeit, das so etwas geschieht.
00:38:37: Aber dass eine Stiftung ist, die in Zukunft ausgerichtet wird... ist, das sollte hoffentlich in den nächsten Jahren noch deutlicher werden als es vielleicht in der Vergangenheit der Fall war wo die Stiftung sich sehr eben vornehmen bedeckt hielt.
00:38:52: Es scheint nicht wirklich notwendig zu sein wir sollten transparent machen was mit unseren Geld anstellen weil natürlich auch wesentliches ja Geld ist dass der Gemeinschaft gehört.
00:39:06: deswegen weil durch die Steuerbefreiungen natürlich der gemeinnützigen Steuerbefreien auch die Verantwortung gegenüber der Steuerzahler in dem Steuerzahlern da ist, auch wenn es nicht Mittel sind, die direkt aus Steuergeldern resultieren.
00:39:20: Diese Transparenz glaube ich von zentraler Bedeutung und ich sehe die Stiftung schon auf sehr gutem Wege dahin.
00:39:27: Und auch auf einem guten Weg junge Nachwuchswissenschaftler mehr noch weiter in die Stiftung reinzuholen?
00:39:34: Das ist sicher ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt.
00:39:37: Bisher war etwa unser Fellow-Programm sehr stark an arrivierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgerichtet, einfach auch schon aus äußeren Gründen.
00:39:45: Wir haben nur zwei Wohnungen, die wir Fellows zur Verfügung stellen können – wir hoffen dass das künftig noch anders sein wird!
00:39:52: Und es ist der dezidierte Wunsch der Stiftungen hier eben auch jüngere Kolleginnen und Kollegen, jüngerer Wissenschaftlerin und Wissenschaftlern deren sagen wir mal Weg, noch nicht so klar vorgezeichnet scheint hier Freiräume zu bieten.
00:40:07: Auch andere Formen vielleicht der Fellowförderung einzuführen.
00:40:12: für Naturwissenschaftlerinnen und Naturwirtschaftler die empirisch arbeiten ist unser Fellow-Programm ein bisschen schwierig.
00:40:18: deswegen weil es ja dann einen quasi ein Jahr lang aus dem normalen Wissenschaftskontext herausnimmt was für eine Kunsthistorikerin oder nicht ein wirkliches Problem ist.
00:40:32: Die sind vor, wenn sie mal in Ruhe ihren Schreibtisch haben und über ihre Texten berüten können aber für eine Biologin oder einen Physiker die empirisch arbeiten er Labor brauchen.
00:40:44: Ist das nicht wirklich die Art und Weise wie man eine sinnvolle Förderung organisiert?
00:40:49: Das sind natürlich auch sehr oft die Expertise des Stiftungsrates wo es viele Vertreterinnen und Vertretern der Naturwissenschaften gibt.
00:40:56: Sehr angewiesen, die uns dann auch sagen wie man hier am besten die Bedürfnisse bedient.
00:41:03: und in der Tat eben die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sollte eine zentrale Aufgabe der Stiftungen auch künftig sein.
00:41:12: Das ist noch nicht in der Weise ausgebaut, wie wir das uns erhoffen.
00:41:18: Ich glaube dass tatsächlich hier sehr viel Möglichkeiten noch da sind.
00:41:23: ich kann aber schon vorausschicken, dass wir sicherlich einsteigen werden in den Bereich der Doktorandenförderung weil es da schon eine sehr gut etablierte Reihe von Fördermöglichkeiten gibt.
00:41:34: Also unser Nachwuchsförderansatz würde im Postdoc-Bereich anfangen und hier tüfteln wir, was es denn da verschiedene Möglichkeiten gäbe.
00:41:45: die Gastveranstaltungsoption habe ich schon erwähnt.
00:41:49: das ist auch jetzt schon so.
00:41:50: also selbstverständlich sollen sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern übrigens durchaus auch Doktoranden in diesem Falle angesprochen fühlen Veranstaltungen bei uns zu platzieren, zu sagen wir haben hier einen interessanten Workshop den wir gerne machen würden.
00:42:05: Interessante Tagung!
00:42:06: Wir sind Nachwuchswirtschaftler und möchten gern das bei euch in der Stiftung machen dann haben wir dafür sehr offene Ohren und eben über andere Formate wird man dann auch in der Zukunft noch das eine oder andere hören.
00:42:19: Wir sind gespannt Herr Professor Sommer, zum Abschluss von Freiburg in die Schweiz.
00:42:24: Sie sind gebürtiger Schweizer ist das ja mentalitättechnisch recht nahzumachen.
00:42:30: nach München?
00:42:31: Sind sie schon angekommen?
00:42:33: Gefühlt absolut, das hat mir eben auch das Team in der Stiftung sehr leicht gemacht.
00:42:39: Meine Frau und ich haben das Privileg nicht so ganz weit weg von der Stifthung eine Wohnung gefunden zu haben, dass sich fußläufig zur Stiftungen gehen kann.
00:42:48: Und da in der Umgebung Nymphenburgs ist es doch schon auch schön anzukommen.
00:42:56: Es ist doch irgendwie dörflich wobei wir unseren Hauptwohnensitz im badischen nicht aufgegeben haben.
00:43:03: Sie haben mir erwähnt, das Mandat ist zunächst einmal für vier Jahre und dann wird man sehen.
00:43:08: aber tatsächlich würde ich diesen gesamten süddeutschen bayerisch badisch-schweizerisch alemanischen Raum im Großen als meine Heimat ansehen.
00:43:22: Ich fühle mich eigentlich in München ebenso wohl wie ich mich im Umland Freiburgs.
00:43:27: Wir wohnen da nicht in Freiburger selbst sondern auf dem Dorf zwischen Freiburgen Offenburg, ebenso wohlfühle wie im Elsatz oder in der Schweiz, in der ich geboren bin und doch auch häufiger wieder hinkommen.
00:43:40: Ich danke Ihnen herzlich für das Gespräch!
00:43:42: Danke, dass Sie mit mir eigentlich so als einer der ersten Ihre Gedanken zu Ihrer neuen Aufgabe in der Stiftung besprochen und thematisiert haben und drücke Ihnen ganz feste die Daumen, dass sich alles so erfüllt, wie Sie sich es vorstellen.
00:43:56: Vielen Dank, Frau Meyschneider.
00:43:58: Und natürlich auf eine gute Zusammenarbeit auch mit dem Roman Herzog Institut.
00:44:02: die Stiftung möchte sich eben auch gerne mehr vernetzen und mehr Kooperationen eingehen.
00:44:07: Heute haben wir ein Beispiel einer solchen Kooperation gewissermaßen in AXLU vorgeführt.
00:44:12: Vielen Dank!
00:44:14: Vielen Dank dass Sie eingeschaltet haben.
00:44:16: ich hoffe es auch.
00:44:17: sie haben ihre Neugier geweckt bekommen oder auch die Ein- oder andere Frage beantwortet von Andreas Urs Sommer der uns sich heute mit seinen Themen und Ideen gestellt hat.
00:44:29: Vielen Dank fürs Einschalten, bis zum nächsten Mal!
00:44:33: Nur wer die richtigen Fragen stellt findet am Ende auch die Antworten, die zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung Deutschlands beitragen.
00:44:42: Dr.
00:44:43: Martin Lang geht diesen Fragen in den RHI-Kontexten auf den Grund.
00:44:47: Schauen Sie rein auf unserer Webseite unter romanherzoginstitut.de
00:44:53: oder auf
00:44:54: unserem YouTube-Kanal.
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