#78 Michael Butter: „Wir sind alle nicht gefeit vor Verschwörungstheorien.“
Shownotes
Warum glauben Menschen an Verschwörungserzählungen? Und was können wir tun, um mit ihnen im Gespräch zu bleiben?
In dieser Folge spricht Tina Maier-Schneider mit Prof. Dr. Michael Butter, einem der bekanntesten Experten für Verschwörungstheorien. Doch bevor es um seine Forschung geht, erzählt er von seinem eigenen Weg: von einem sportbegeisterten Jungen auf der Schwäbischen Alb über das Lehramtsstudium bis hin zur Professur für Amerikanische Literatur und Kulturgeschichte.
Michael Butter erklärt, warum ihn gerade ungewöhnliche Forschungsthemen fasziniert haben, weshalb wissenschaftliche Neugier wichtiger ist als strategische Karriereplanung und warum ihn bis heute die Frage antreibt, warum Menschen an Verschwörungserzählungen glauben. Nicht, ob sie „richtig“ oder „falsch“ sind. Ein persönliches Gespräch über Offenheit, wissenschaftliche Neugier, den Wert des Dialogs und darüber, warum echtes Verstehen oft wichtiger ist als vorschnelles Urteilen.
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🎧 Der Interviewpodcast aus dem Roman Herzog Institut mit wechselnden Gästen. Im persönlichen Gespräch unterhalten sich Köpfe der Wissenschaft mit Host Tina Maier-Schneider über ihr Leben und ihre Arbeit. Hier lernen Sie Wissenschaftler:innen kennen, die etwas bewegen. Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie das Schwesterformat RHI-Kontexte, in dem Dr. Martin Lang mit führenden Wissenschaftler:innen aus verschiedensten Disziplinen intensiv ihre Forschungen und Gedanken diskutiert. 🔥 Abonnieren Sie den YouTube-Kanal des Roman Herzog Instituts direkt hier: https://bit.ly/AboRomanHerzogInstitut
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00:00:01: Der Podcast des Roman-Herzog-Instituts.
00:00:04: Durch Deutschland muss er in den Ruck
00:00:05: gehen!
00:00:06: Tina Meyer Schneider spricht mit Menschen, für die diese Aufforderung eine Aufgabe
00:00:11: ist... Ich habe ein relativ differenzierte Perspektive auf Verschwörungstheorien.
00:00:16: Ich gehöre nicht zu denen, die sagen, sie sind per se gefährlich und per se antisemitisch und sonst was sondern wir müssen verstehen warum Leute sowas glauben.
00:00:22: da liegen oft sehr reale Ängste und Nöte dahinter.
00:00:27: Es ist schon so, dass die deutsche Perspektive auf Verschwörungstheorien eine ganz spezifische ist, die natürlich aus der Katastrophe der deutschen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert zu begründen ist.
00:00:36: Denn letztendlich war es ja eine bestimmte Verschwörungstheorie, die von der jüdisch-bolchewistischen Weltverschwörung, die die Grundlage des Nationalsozialismus waren und die uns dann zum Beispiel auch die Shoah gebracht hat.
00:00:48: Ich habe oft dann Studierende vor mir sitzen, da geht es um das Thema für die Bachelorarbeit und dann haben sie so drei verschiedene Themen.
00:00:53: Und ich frage dann immer was würden Sie denn im Liebsten machen?
00:00:56: Und dann sagen ja, ich würde gern das machen aber ich bin nicht so sicher dass ist Populärkultur, ist das überhaupt zu gut irgendwie?
00:01:00: oder sollte ich nicht irgendwas anders machen?
00:01:02: Nein, Sie sollten das machen wofür Sie sich interessieren weil dann wird's auch besser!
00:01:07: Hallo und herzlich willkommen zu unserer heutigen Folge des Podcasts aus dem Romanherzog-Institut.
00:01:12: Zu Gast ist bei mir Michael Butter, er ist Professor für amerikanische Literatur & Kulturgeschichte in Tübingen und einer der bekanntesten Experten für Verschwörungstheorien – so will ich das jetzt mal stehen lassen für den Moment.
00:01:24: ob es stimmt oder nicht?
00:01:25: Das diskutieren wir gleich!
00:01:27: Aber mit ihm spreche ich nicht nur über seine Forschung, sondern genau über seinen persönlichen Werdegang.
00:01:32: Welche Erfahrungen haben ihn geprägt?
00:01:34: Wie wurde aus ihm der Wissenschaftler, der er heute ist?
00:01:37: und freuen Sie sich darauf was Michael Butta jetzt gleich zu erzählen hat!
00:01:41: Mein Name ist Tina Maja Schneider.
00:01:42: Ich hausse den Podcast aus dem Roman Herzog-Institut aber jetzt los mit unserem Gespräch.
00:01:47: Hallo und herzlich willkommen Michael Buttha.
00:01:50: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:51: Sie sind ja ein Profi hier im Metier.
00:01:53: Es gibt viele Podcasts und Aufnahmen mit ihnen, aber ich hoffe noch niemand hat Ihnen die Frage gestellt nämlich dieses detektivische Sachen hinterher zu spüren.
00:02:02: war das schon so als sie als kleiner Junge damals in ihrem Jugendzimmer rumgesucht haben?
00:02:07: Haben sie gerne Detektivgeschichten oder sowas gelesen und sind den Dingen auf den Grund gegangen?
00:02:13: Eigentlich nicht.
00:02:14: Nein!
00:02:14: Also ich habe sehr viel Karl May gelesen, ich hab irgendwann dann auch die Sherlock Holmes Geschichten gelesen aber es ist nicht so dass sich so ein Tüftler war der irgendwie z.B.
00:02:23: Dinge auseinander genommen hat um zu sehen wie sie funktionieren und wie das mein älterer Sohn zum Beispiel immer macht.
00:02:29: Ich habe eigentlich meine Jugend gefühlt damit verbracht irgendwie entweder Sport zu schauen oder Sport zu machen.
00:02:35: Insofern war mir das nicht in die Wiege gelegt, dass ich da lande, wo ich dann mal gelandet bin.
00:02:39: Das klingt jetzt total indyllisch und positiv!
00:02:42: Sie haben in ihrem Zimmer gewerkelt, sie haben Sport gemacht und geschaut... Sie haben eh, wenn ich es so gleich vorne wegsage, dafür ist sie mit mir hier sitzen eine ganz positive Ausstrahlung auf mich, hier auf uns alle im Studium.
00:02:58: aber sie beschäftigen sich ja den ganzen Tag eigentlich in ihrer Forschung mit Misstrauen Pessimismus mit Menschen, die sich gegenseitig etwas beschuldigen oder unterschieben.
00:03:10: Es hat aber jetzt mit ihnen persönlich nichts gemacht, dass sie das so berührt in ihrer Persönlichkeitsstruktur?
00:03:18: Nein ich glaube nicht!
00:03:19: Also es ist ja so, dass wir uns auch anders rumdrehen können und sagen können, dass in Menschen die leidenschaftliche Dinge nachgehen, die großes Interesse an Sachen aufbringen viel Energie aufwenden.
00:03:29: Das ist was, womöglich mich identifizieren kann.
00:03:31: Aber natürlich stimmt es, Düsteres Weltbild, das da oft vermittelt wird.
00:03:35: Oft hängen daher auch dann sehr problematische, oft auch menschenfeindliche Vorstellungen dran an diesen Verschwörungstheorien.
00:03:42: aber ich glaube... vielleicht aufweilig so lange mache und auch aufgrund der Tatsache, dass ich da über eine historische Distanz dazugekommen bin.
00:03:49: Verschwörungstheorien in den USA, auch in der Vergangenheit habe ich da einen ganz guten Schutzmechanismus entwickelt das mir diese Dinge nicht so wahnsinnig nahegehen.
00:03:58: Ich muss sagen die Dinge die mich dann überhaupt am meisten immer berühren Das sind eigentlich nach Vorträgen persönliche Schicksale.
00:04:04: wenn Leute kommen und sagen meine Tochter möchte jetzt auswandern mit ihrem Ehemann nach Südamerika weil sie denken hier geht alles vor die Hunde wie bringen wir die davon?
00:04:12: ich möchte meine Enkelkinder irgendwie noch mal sehen in den nächsten Jahren und dann habe ich das Gefühl, ich bin Literaturwissenschaftler.
00:04:19: Dazu kann ich gar nichts sagen.
00:04:20: jetzt einen konkreten Ratschlag geben.
00:04:22: Das finde ich dann ganz schrecklich.
00:04:23: die Dinge, die ich da im Netz sehe, da habe ich glaube eine ganz gute professionelle Distanz dazu und gleichzeitig auch ein Interesse einfach an den Mechanismen.
00:04:30: wie funktioniert das?
00:04:32: Dass man eben auch immer ausschaltet eigentlich sind das auch recht schlimme Dinge,
00:04:39: Als Sie das Thema besetzt haben, sie haben sich ja schon früh, zwei tausend acht glaube ich so ungefähr dort beschäftigt.
00:04:46: Sie können das ja gleich uns gerne nochmal mit auf Ihren wissenschaftlichen Werdegang daneben.
00:04:51: War das ja eigentlich noch ein Thema?
00:04:53: Was sage ich jetzt bei uns in der Öffentlichkeit wenig diskutiert wurde.
00:04:58: Es war auch eine Entscheidung für Sie als jungen Forscher so einen Spezialthema was vielleicht auch noch so ein bisschen verschwurbelt und seriös galt zu ergreifen.
00:05:10: also mutig an der stelle
00:05:13: ja ich glaube ich habe damals sehr wenig strategisch gedacht sondern das war sicherlich dann mittel- und langfristig auch gut so.
00:05:20: Ich hatte ja meine Dissertation schon über ein thema geschrieben, dass es ein bisschen seltsam waren nämlich über Darstellung von Adolf Hitler in der amerikanischen Literatur.
00:05:27: bin darüber dann auf das Thema Verschwörungstheorien gekommen?
00:05:30: kann ich noch mehr dazu erzählen.
00:05:31: Ja gerne!
00:05:34: Dann machen wir doch damit erstmal weiter Eine Arbeit geschrieben, eine Dissertation.
00:05:38: Da geht es um Darstellungen der amerikanischen Literatur.
00:05:41: Geht das wirklich darum?
00:05:42: Um Texte in denen Hitler als Figur auftritt und die Frage was wird eigentlich darüber verhandelt?
00:05:46: wie wird amerikanisches Selbstverständnis definiert problematisiert rekonzeptionalisiert?
00:05:51: über solche Darstellung von Hitler?
00:05:53: Das geht's in den dreißiger Jahren los wo man sich dann so vorstellt Hitler wird vor Gericht gestellt und solche Sachen und endet dann quasi im einundzwanzigsten Jahrhundert wo wir denn Hitler in Guantanamo finden?
00:06:03: Und wenn man in den Siebziger, Achtziger Jahren ankommt dann gibt es ganz viele so Verschwörungsthriller.
00:06:07: Die funktionieren eigentlich immer nach dem Muster.
00:06:10: Hitlers Schwangere Geliebte wird fünfundvierzig an Bord eines U-Boots aus Deutschland in die USA geschmuggelt.
00:06:16: Cut, vierzig Jahre später ein CIA-Agent erfährt das Hitlers Tochter kurz davor ist amerikanische Präsidentin zu werden.
00:06:22: Er hat drei gleichermaßen unsympathische Frauen die dafür in Frage kämen.
00:06:27: er will den Fall aufklären oder Netzwerk von Nazis die da im Geheimen operieren stellt sich ihm den Weg.
00:06:32: wenn man solche Texte hat ist man natürlich sofort beim Thema Verschwörung, Verschwörungstheorie, Verschwörungsszenarien in der Literatur.
00:06:38: Da habe ich mich eingelesen.
00:06:40: zum Glück gab es aus der Amerikanistik da schon paar Arbeiten die um die Jahrtausend wende erschienen ist von ganz großer Sinn, von ganz großartigen Leuten mit denen ich heute noch sehr eng zusammen arbeite.
00:06:50: Ich habe dann mal dazu unterrichtet und dann brauchte ich ein neues Thema weil das Thema war ja zwanzigstes Jahrhundert und als Amerikanist brauchte man damals zumindest noch einen Thema dass zeigt amerikanische Literatur und Kultur in der gesamten historischen Tiefe abdecken kann.
00:07:03: Das heißt, ich brauchte was wirklich auch so im achtzehn-, neunzehn-Jahrhundert stattfinden.
00:07:06: Dann dachte ich ja dann, erzähle ich doch mal die Vorgeschichte zu all diesen Büchern, die erst mit der Kennedy Ermordung einsetzen und dann bei Nine Eleven aufhören?
00:07:14: Und so bin ich zu dem Thema gekommen!
00:07:15: Ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht dass das auch wieder so verschwobelt ist, sondern dachte nur hey da ist mein langes diakrones Thema und hab' das bearbeitet.
00:07:23: und die ersten Jahre wie sie angedacht haben hat sich eigentlich auch niemand so richtig dafür interessiert.
00:07:28: Ja, und heute rennen ihnen die Leute die Tür ein.
00:07:30: Also tatsächlich sie sind einer der meistgefragtesten Interviewpartner.
00:07:34: Sie haben erklärt immer in der Tagesschau, Tagesthemen oder im Fernsehen zu Corona-Zeiten aber auch schon vorher was es mit Verschwörungsmythen und Erzählungen auf sich hat Und Sie versuchen ja auch immer – Sie haben schon einen Anliegen damit auch persönlich hier eine Transparenz zu schaffen.
00:07:55: Ja, ich glaube schon.
00:07:55: Also ich glaube es ist so dass Forschung wirklich Zweck an sich ist.
00:07:59: Erkenntnisgewinnen muss sich nicht rechtfertigen das muss keinen unmittelbaren Nutzen haben insbesondere geisteswissenschaftliche Forschung.
00:08:05: Aber ich denke auch wenn man als Geisteswitzschaftler bezahlt wird aus öffentlichen Geldern und dann arbeitet man an einem Thema an dem Öffentliches Interesse besteht Dann sollte man sich auch Mühe geben da Fragen zu beantworten um das dann auch zu vermitteln.
00:08:20: Und das habe ich mir auch immer dann ins Stammbuch geschrieben, dass sich das doch machen möchte.
00:08:24: Auch wenn sich natürlich die Motivation im Laufe der Zeit ein bisschen verändert.
00:08:27: Man muss ganz klar sagen bis zur Corona-Krise geht es vor allem darum oder ging es mir vor allem da drum überhaupt mal so Basiswissen zu Verschwörungstilien zu vermitteln.
00:08:35: Da war's ganz oft so, dass ich eingeladen wurde und die Leute wollten eigentlich wissen was ist das eigentlich wie funktioniert das?
00:08:41: Und oft war das aber so ein bisschen tabularaser in dem Publikum.
00:08:43: Die Leute hatten Interesse, aber die hatten noch nicht so fertige Vorstellungen darüber Und mit der Pandemie haben sich die Sachen da natürlich so ein bisschen verändert.
00:08:50: Das Thema war auf einmal überall, in den Medien wurde ständig darüber berichtet und die Leute kamen oft und hatten ganz bestimmte Vorstellungen darüber wie Verschwörungstheorien funktionieren, dass das alles immer schlimmer wird, dass immer mehr Menschen daran glauben, dass es alles ganz gefährlich ist egal was die Leute glauben.
00:09:04: Insofern ist mein Anspruch eigentlich in den letzten Jahren immer eher gewesen vielleicht dieses Bild, das davor herrscht zu differenzieren uns ein bisschen aufzubrechen unser sagen Moment mal!
00:09:13: Es ist alles ein bisschen komplizierter und lasst uns nochmal genauer hinschauen.
00:09:17: Aber wie ist das gekommen?
00:09:19: vom Jungen, dem Jugendlichen der Fußballspiel und auf der Schwäbischen Alb groß geworden ist?
00:09:27: Und dann eben sich trotzdem traut auch mit so einem Nischenthema zu sagen Forschung zumachen.
00:09:33: Also jenseits des Zufalls war da schon eine Idee von Ihnen dahinter.
00:09:38: ich würde gerne an der Universität bleiben und das ist ein Thema was bei mir Zukunft hat.
00:09:45: Ja, aber das ist etwas was sich wirklich als relativ spät entwickelt hat.
00:09:48: Also ich habe angefangen zu studieren und wollte unbedingt Lehrer werden Und man sieht daran dass ich die Dinge eigentlich nicht so wahnsinnig durchdacht habe.
00:09:54: ganz oft Das sieht man daran wie ich mein Studienort gewählt habe weil damals war es ja nicht so dass mit Informationen im Internet finden konnte und sich da informieren konnte sondern man musste die Unis anschreiben und bei den Studierenden Sekretariaten Infomaterialien quasi anfordern.
00:10:10: Und dann hab' ich geschrieben an Freiburg und an Tübingen zum Beispiel Und die Uni Tübingen schrieb mir dann zurück und die wollten also Rückporto haben.
00:10:19: Die Uni Freiburg schickte mir die Infos so, als habe ich beschlossen, ich gehe nach Freibur.
00:10:23: Also sieht man, ich hab eine hochrationale Entscheidung für meinen Studienort getroffen, der natürlich ganz viele Dinge in Bewegung gebracht hat.
00:10:29: Ich würde auch nicht zu diesem Thema arbeiten vermute ich, zu dem ich heute arbeite und hätte mich mit den Leuten zusammengearbeitet, die mich über Jahrzehnte teilweise gefördert haben wenn ich hinter Freiburt gegangen wäre.
00:10:38: das heißt wahnsinnig viel Zufall unkontingent aber ich wollte Lehrer werden?
00:10:43: Irgendwann nach meinem Auslandsaufenthalt in England hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass ich gerne an der Uni bleiben würde.
00:10:55: Ich war aber erst mal ganz stark auf die Anglistik fokussiert dachte immer, vielleicht arbeite ich zum englischen Romanis.
00:11:06: Das war ein Thema das mich wahnsinnig interessiert hat.
00:11:08: Ich habe gleichzeitig als Hilfskraft bei einem Germanisten gearbeitet.
00:11:10: Bei Achim Auernhammer, der mich wahnsinnig gefördert hat.
00:11:13: aber ich hatte das Gefühl in der Englistik konnte man mehr machen da konnte man sich auch mal mit Filmen beschäftigen und mit neuere Literatur.
00:11:19: deshalb fand ich das spannender.
00:11:21: Dann kam ich zurück aus England nach Freiburg und dann war da gerade der große Wechsel.
00:11:25: Die eine Professorin war im Forschungssemester, die andere war gerade emeritiert worden, die Nachfolge waren noch nicht besetzt worden.
00:11:30: also bin ich in der Amerikanistik bei Manfred Pütz gelandet und fand das dann total spannend.
00:11:35: und so wurde dann irgendwann ein Americanist aus mir.
00:11:38: und dann schrieb ich meine Magisterarbeit über Dondylilo den postmodernen Autor der Gegenwart, der einen Roman hat wo es ein Professor gibt, der Hitler Studienbetreib, der unterrichtet Hitlers Privatleben.
00:11:49: Und die Frage, die ich mir dann irgendwann stellte war worüber macht er sich eigentlich lustig mit dieser Figur?
00:11:53: und ich recherchierte so ein bisschen.
00:11:54: Da gab es ja das Internet schon und gab bei Amazon oder irgendwie sowas mit Hitler und Fiction ein.
00:11:59: und es kamen all diese Romane von denen ich ja gerade schon erzählt habe tauchten da auf.
00:12:04: und da dachte ich Mensch dass wäre doch was Du dir mal anschauen könntest.
00:12:09: und vielleicht lag es auch gerade daran, dass es damals noch nicht so diese mentoren Netzwerke gab.
00:12:13: Dies heute gibt wo Leute sagen Moment mal das ist ein problematisches Thema.
00:12:16: Populärkultur ist immer noch so ein bisschen schwierig
00:12:19: usw.,
00:12:20: dass ich einfach gesagt habe ja das möchte ich machen.
00:12:22: Und dann meinte mein Fritt Fütz irgendwann zu mir naja nicht dass noch jemand denkt sie sind Fan von dem aber okay und so ergab sich das dann Ja
00:12:32: pass passiert das leicht?
00:12:34: Sie auch in den Verdacht geraten, ein Fan von Verschwörungstheorien zu sein und deswegen das so gut zu verstehen oder weil sie selber mal so eine gefolgt sind?
00:12:45: Oder ich weiß nicht wie man das am besten adäquat ausdrückt an der Stelle.
00:12:50: Nein!
00:12:50: Das passiert eigentlich nicht mehr.
00:12:51: Es ist auch so dass sich in der verschwörungsteoretischen Gemeinschaft nicht sehr viele Fans habe.
00:12:56: Ich kriege da immer wieder Fanpost in Anführungszeichen aber die ist dann meistens nicht so positiv.
00:13:01: Und es war wirklich in der Anfangszeit so, wo ich begonnen habe, öffentliche Vorträge zum Thema zu halten.
00:13:05: Also ich würde sagen ab den Jahr zehntausend, dreizehn, vierzehn Runden mit meinem Wechsel nach Tübingen.
00:13:09: Da war's so wenn ich dann irgendwo hinfuhr und an einer Volkshochschulen Vortrag gehalten hab und er hatte einen Titel wie Verschwörungstheorien das zum elf September dass dann regelmäßig auch Leute auftauchten im Publikum Die dachten, naja vielleicht findet er ja die Verschwörungstheorien gar nicht so schlecht und die dann enttäuscht waren.
00:13:27: Weil ich dann eben gesagt habe ja das stimmt halt nicht aber wir sollten uns fragen warum Leute sowas glauben wie sie funktionieren?
00:13:32: Und da gab es dann eben später Diskussion.
00:13:34: heute ist es so dass diese Menschen meistens gar nicht mehr kommen zu meinen Vorträgen und höchstens vorher dann also mir Mails schreiben oder im Internet so ein bisschen manchmal dagegen agitieren.
00:13:45: Oder wenn sie kommen, im Grunde schon eine vorgefertigte Agenda haben.
00:13:48: Also manchmal stehen dann Leute im Publikum auf und haben dann quasi beginnen, einen Text vorzulesen den Sie sich vorher aufgeschrieben haben.
00:13:53: Und dann merkt man schon wie die Moderatorin oder der Moderator Schweißperlen auch die Stellen bekommen.
00:13:57: Ja, Sie
00:13:58: scheinen das eher zu amüsieren, so wie Sie mir jetzt antworten?
00:14:01: Man entwickelt Techniken, wie man damit umgeht.
00:14:04: Mit den Mannermeisten-Leuten findet man dann irgendwo so einen Common Ground wo man kommunizieren kann.
00:14:11: sagen würde, ich habe eine relativ differenzierte Perspektive auf Verschwörungstheorie.
00:14:14: Ich gehöre nicht zu denen die sagen sie sind per se gefährlich und per se antisemitisch und sonst was sondern wir müssen verstehen warum Leute sowas glauben.
00:14:20: da liegen oft sehr reale Ängste und Nöte dahinter.
00:14:23: insofern kann man die leute dann immer irgendwo so ein bisschen abholen rhetorisch zumindest dass man sagt ja ich verstehe diesen Unmut über die amerikanische außenpolitik nach dem elfen september.
00:14:33: ich teile den vollkommen.
00:14:35: Ich glaube nur nicht, dass die Anschläge selbst begangen haben.
00:14:37: Aber ich glaube aber, dass sie zynisch ausgenutzt haben oder ich sage ja, ich teile ihren Unmut über manche der Corona-Maßnahmen.
00:14:42: Ich glaube das dafür sehr viel Unsinn geschehen ist, aber man muss auch verstehen warum er geschehene ist aus der Situation heraus und dann kann man immer versuchen irgendwie noch Gemeinsamkeiten zu finden und in den allermeisten Fällen klappt es zumindest temporär
00:14:54: auf.
00:14:55: Aber das klappt dort wo Sie noch einen Ankommen mit der Person finden sozusagen?
00:14:59: Also wenn es sich entwickelt in eine Richtung... Wo es dann keinen rationalen Zugang für Sie gibt, wie bewältigen Sie das?
00:15:09: Also vieles muss man einfach ignorieren.
00:15:12: Wenn mir jemand schreibt ich hoffe dass sie bald erschossen werden was auch schon vorgekommen ist dann muss man mit den Schultern zucken und ich habe so einen Orten in meiner Inbox der heißt zu Mails von Verschwörungstheoretiker und dann kommt das rein.
00:15:24: Muss allerdings auch sagen so eine Mail ärgert mich weniger als manche Mails die teilweise von Menschen an der Unithübingen-Kriege, die einen dann viel mehr berühren so ein bisschen.
00:15:34: Also okay das ist halt so.
00:15:35: So
00:15:36: Studierende oder Professorinnen auch?
00:15:37: Manchmal studieren
00:15:38: und manchmal auch Kollegen, man hat ja manchmal dann gewisse Konflikte oder sowas ein bisschen genervtes von denen die Leute machen und da kann man sagen ok das ist einfach jenseits von gut und böse das kommt dann einfach weg.
00:15:47: Ich habe es mir zur Regel gemacht und ziehe das bis heute noch durch.
00:15:51: wenn Leute mir einigermaßen höflich schreiben Dann schreibe ich immer zurück Und oft kriegt man halt so Mails, wo die Leute dann sagen ja und sie haben das an das nicht bedacht.
00:16:00: Das müssten Sie anschauen.
00:16:01: Die sind ein bisschen vielleicht so passiv-aggressiv... ...und dann schreibe ich zurück!
00:16:06: Asymetrische in aller Regel, denn die schreiben irgendwie drei Seiten und ich schreibe dann irgendwie nach drei Tagen zehn Zeilen weil ich einfach auch nicht mehr Zeit habe.
00:16:15: Und macht dann auch was von dem ich weiß dass es eigentlich nicht funktioniert das ich nämlich sage okay aber schauen Sie sich mal das ja an.
00:16:20: Schauen sie das an.
00:16:21: Verweise also auf Fakten da wissen wir das funktioniert nicht um Leute zu überzeugen die drin sind.
00:16:25: Aber der Effekt ist, dass sich diese Leute dann zumindest in den allermeisten Fällen ernst genommen fühlen.
00:16:29: Das heißt oft kriegt man so eine Reaktion wo die sagen ja ich glaube das nicht, das überzeugt mich nicht.
00:16:34: aber vielen Dank, dass sie überhaupt zurückgeschrieben haben.
00:16:36: und dann schreibt man noch so ein zwei mal hin und her Und dann sage ich dann oft okay jetzt muss ich ab diesen Austausch beenden.
00:16:41: Sie werden verstehen wir schreiben viele leute Ich habe auch andere Dinge zu tun und dann geht man Nicht immer aber manchmal wirklich so einigermaßen höflich auseinander Dass man sagt Ja Vielen Dank dass es sich die Zeit genommen haben.
00:16:52: Das ist dann zumindest so ein kleiner Beitrag.
00:16:54: Man überzeugt da niemanden, aber zumindest wo man das Gefühl hat der Graben ist jetzt nicht noch größer geworden dass jemand das gefühlt hat ich schreibe so einen Professor und er interessiert sich überhaupt nicht für mich und bürstet mich da komplett ab sondern zumindest hat er mich gesehen und wahrgenommen auch wenn er meine Position nicht teilt.
00:17:07: und ich glaube es ist zumindest so eine kleine Anfang Mathew.
00:17:10: Glauben Sie dass das in Ihrer Fachdisziplin liegt?
00:17:12: Dass sie ganz besonders gut eben es schaffen an der Stelle auch den Dialog mit vermeintlichen oder Anhängern von Verschwörungstheorien auch ins Gespräch gehen zu können?
00:17:25: Ja,
00:17:26: das ist eine gute Frage.
00:17:27: Ich würde gerne sagen ja aber ich fürchte...ich glaube nicht!
00:17:35: Also man könnte ja sagen Amerikanistik wir machen ganz viele Dinge auf Englisch dass die Hierarchien sind tendenziell immer so ein bisschen flacher.
00:17:41: Man hat dieses Englische und man redet sich ganz offen mit Vornamen an Titelspielen.
00:17:44: vielleicht nicht so eine große Rolle Dann würde ich sagen, aber auch die deutsche amerikanistische Teil des Wissenschaftssystemes.
00:17:49: Also je nachdem wie man davor sich hat also spielen Hierarchien dann doch wieder eine Rolle und insofern glaube ich dass es mit der Fachdisziplin gar nicht so viel zu tun hat.
00:17:58: wahrscheinlich ist vielleicht einfach auch... Man könnte jetzt mal negativ gesagt meine Konfliktscheue das ich jetzt nicht irgendwie den Leuten irgendwelche schrecklichen E-Mails schreiben möchte
00:18:08: und
00:18:08: vielleicht so höflich bin um ständig nicht zurückzuschreiben.
00:18:12: Und merken Sie als sie, sie waren ja auch in USA und England.
00:18:16: Merken Sie da trotzdem auch einen Unterschied in der Tradition wie mit Verschwörungstheorien wissenschaftlich gearbeitet wird?
00:18:25: Ja also das kann man glaube ich auf jeden Fall feststellen.
00:18:27: es ist schon so dass natürlich die Die deutsche Perspektive auf Verschwörungstheorien eine ganz spezifische ist, die natürlich aus der Katastrophe der deutschen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert zu begründen ist.
00:18:37: Denn letztendlich war es ja eine bestimmte Verschwörungstheorie, die von der jüdisch-polschewistischen Weltverschwörung, die die Grundlage des Nationalsozialismus waren, die uns dann zum Beispiel auch die Shoah gebracht hat.
00:18:48: und insofern ist das durchaus verständlich!
00:18:52: einerseits.
00:18:53: Wenn man immer noch viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat, die argumentieren naja Verschwörungstheorien sind halt immer antisemitisch, sie sind immer antidemokratisch, die sind immer gefährlich Gleichzeitig stellt man dann fest wenn man über den deutschen Tellerrand hinaus schaut das ist halt bei Leibe nicht immer so.
00:19:08: Und das ist natürlich eine Perspektive Die Kolleginnen und Kollegen die aus den USA kommen oder aus England kommen natürlich da noch viel mehr haben die dann eben auf eine Tradition zurück schauen können wo Verschwörungsteorien lange Zeit zumindest ganz anders funktioniert haben, wo sie vielleicht auch komplexer sind.
00:19:22: Wenn die eine mal in die andere Richtung gehen dann ist das glaube ich schon etwas was mich da sehr beeinflusst hat und was natürlich dann auch mir vielleicht dann auch so eine besondere Perspektive gibt auch heute noch auf das was in Deutschland passiert weil das ist ja auch etwas was sich geändert hat.
00:19:36: Sie haben es vorhin angesprochen glaube ich relativ früh.
00:19:39: Ich war eine Zeit lang eigentlich der einzige, der zu dem Thema geforscht hat.
00:19:42: Das heißt ich habe begonnen mich mit deutschen Verschwörungstheorien zu beschäftigen weil mich die Medien danach gefragt haben und hab gesagt so kann ich nicht sagen ich bin Amerikanist und dann gesagt es gibt aber sonst niemanden.
00:19:49: das war so zwei tausend vierzehn Mahnwaffen für den Frieden als das ein Thema wurde.
00:19:56: Dann weitete sich meine Perspektive.
00:19:57: Mittlerweile gibt es ganz viele Menschen, die auch in Deutschland zur Verschwörungstheorien arbeiten oder im deutschsprachigen Raum.
00:20:02: Da geht's auf wirklich sehr tolle Menschen, um da zu arbeiten und wirklich spannende Forschung.
00:20:06: Es gibt halt sehr wenige Leute, die sich aus der Amerikanistik kommen mit diesem Hintergrund dann immer wieder mal den Blick auf Deutschland vererven.
00:20:14: Das ist glaube ich das was meine Perspective momentan noch irgendwo interessant macht für manche Leute.
00:20:20: Aber hat sie das in Amerika oder in England, als Sie studiert haben oder gelehrt haben, eben da nochmal besondere Impulse Ihnen gegeben?
00:20:29: Weil da anders mit umgegangen wird mit dem Thema.
00:20:32: Ich muss
00:20:33: sagen, als ich das studiert habe und da promoviert habe, war das das Thema noch gar nicht auf meiner Agenda außer für einen kurzen Moment.
00:20:39: Das war in England.
00:20:40: Ja.
00:20:40: In den Neunen neunzig dreißig Jahre Mondlandung.
00:20:43: Das Unimagazin hatte einen großen Artikel Auf der Titelseite also zum Thema, warum die Mondlandung im Fernsehstudio inszeniert wurde.
00:20:51: Und ich las das und ich war hin- und weg und komplett überzeugt.
00:20:54: Ich dachte, warum hat ja das eigentlich niemand gesagt?
00:20:56: Wieso weißt du das nicht?
00:20:57: Das ist so offensichtlich!
00:20:59: Dann blätterte ich um und dann kamen die ganzen Gegenbeweise.
00:21:02: Das ist ein Moment, der aber erst mal für mich jahrelang keine Rolle gespielt hat.
00:21:13: in den USA war, wo ich sehr viel Zeit damit verbracht habe die Texte für meine Dissertation zusammenzukriegen.
00:21:18: War es noch nicht so dass sich diese Texte dann so groß gelesen haben?
00:21:21: in dem Moment?
00:21:21: Ich hab da ganz viel angeschaut und hab gesagt wir sehen okay da taucht Hitler auf, da taucht Hitler's Tochter auf, Hitlers Sohn, Hitler's Klon.
00:21:26: das gehört in deinen Corpus.
00:21:28: bearbeitet habe ich die dann erst später.
00:21:29: Das heißt das Thema Verschwörungstheorien kam für mich erst ich würde sagen im Jahr zwei Tausend Sechs so richtig auf.
00:21:35: Ich denke aber an dieser Anekdote aus Norwich immer gerne zurück weil man halt sieht Wir sind alle nicht gefallt vor Verschwörungstheoren können alle zur Verschwörungstheorie intendieren und deshalb sollten wir vielleicht mit Menschen, die daran glauben manchmal etwas milder im Urteil sein als wenn das gemeinhin sind.
00:21:51: Wenn wir jetzt so in die Unterhaltungsindustrie gucken oder Field Streaming machen wir ja jetzt alle gucken ins Internet Netflix weiß ich nicht Videoplattformen Diese unterhaltenden Formate, die ja auch so ein bisschen mit Verschwörungstheorien zu tun.
00:22:07: Also was heißt ein bisschen?
00:22:08: Viele ja auch.
00:22:09: Ich erinnere noch aus meiner Jugendzeit war Akte X diese X-Files.
00:22:17: Maler und ich weiß jetzt gar nicht wie... Genau!
00:22:22: war ja irgendwie so ein wahnsinnig Ding mit dieser Sci-Fi Musik.
00:22:27: Es scheint uns alle auch was daran zu faszinieren und gut zu unterhalten, also es muss auch etwas bedienen bei uns Menschen.
00:22:35: Es sind ja faszinerende Geschichten!
00:22:37: Und insofern eignen sich Verschwörungstheorien natürlich wahnsinnigt gut dazu dramatische Erzählungen zu konstruieren.
00:22:45: Alles passt zueinander, ein Rat greift ins andere.
00:22:48: Es ist halt kein Zufall, alles wurde geplant, alles ergibt irgendwo Sinn.
00:22:52: Das ist ja was wir alle irgendwie als befriedigend befinden wenn wir sehen wie die Puzzleteile zusammen passen.
00:22:57: Wir haben dann halt gelernt im wahren Leben ist es oft nicht so da passen die Dinge nicht so zusammen aber in bereich der Fiktion kann man sich dem dann eben hingeben.
00:23:05: In so einen nicht seriösen Modus könnte man sagen.
00:23:08: Natürlich gibt's auch Leute die schauen das dann ganz anders und fühlen sich dann bestätigt in ihrem Verschwörungsglauben durch diese Darstellungen.
00:23:14: Und gleichzeitig muss man auch sagen, dass natürlich wenn wir uns anschauen wie sich die Struktur der amerikanischen Fernsehserien verändert hat in den letzten dreißig Jahren.
00:23:21: Verschwörungserzählungen sich natürlich perfekt anbieten dafür weil wir hatten ja lange Zeit so Fernseheserien die rein episodisch waren, wo es völlig egal war in welcher Reihenfolge man die geschaut hatte.
00:23:31: ich habe als Kind in den Sommerferien dann immer irgendwie ab und zu diese Star Trek Rewinds geschaut.
00:23:36: da konnte man mal drei Tage nicht schauen, dann hat man wieder zwei Wochen mal geschaut, dann wieder drei Wochen.
00:23:40: nicht, weil mein Urlaub war und man konnte immer einsteigen.
00:23:42: das war immer klar weil das war abgeschlossen nach vierzig Minuten.
00:23:45: So funktioniert das ja heute nicht mehr, sondern wir haben ja heutzutage in diesen Serien in aller Regel entweder eine ganz durchkonstruierte Erzählung also wo ein Rad ins andere greift oder wie zum Beispiel bei den X-Files bei AkteX so ne Balance zwischen episodischem Erzählen.
00:24:00: Das Ganze ist abgeschlossen am Ende der Episode und es gibt aber diese größeren Bögen die über die ganze Staffel oder die ganze Serie durchgehen.
00:24:06: Wo dann ab und zu mal sowas was man bei AktaX The Monster of the Week nennt das Monster der Woche dazu beitrag?
00:24:12: er trug sie dieser Fall den Scully und Molder an gehen Und insofern sind Verschwörungstheorien perfekt dazu, weil die einem genau erlauben diese Balance zu halten.
00:24:21: Man hat so diese große Rahmenerzählung und die riesige Verschwörung aber da gibt es dann so kleinere Kapitel, die dann in einer Episode abgehandelt werden.
00:24:28: Insofern ist das für einen großen Erzählbogen einfach wahnsinnig gut!
00:24:32: Gleichzeitig haben ja diese Serien oft auch das Problem dass sie sich irgendwann totlaufen.
00:24:37: Das heißt, man müsste im Grunde in eine andere Richtung lenken und auch da bieten sich natürlich Verschwörungserzählungen an.
00:24:42: Weil man dann natürlich sagen kann nach drei Staffeln hey es war gar nicht alles gar nicht so wie du bisher dachtest dass das ist.
00:24:48: also dein Verlobter arbeitet gar nicht für die CEE wie du dachtst sondern für ne andere Organisation.
00:24:53: der heisst auch nicht Michael wie du dachte und auf einmal wird die ganze Erzählung anders.
00:24:57: Manche werden die Serie kennen.
00:24:59: Ailee ist die Agentin, die es in der Prämiere hatte und die auch sehr stilbildend war für Verschwörungserzählungen in diesem Medien.
00:25:06: Was ist Ihre Lieblingsserie von denen?
00:25:08: Haben Sie so etwas geguckt oder gucken Sie heute noch gerne
00:25:11: was?
00:25:11: Ich schaue sehr viele Serien – ich unterrichte auch immer wieder viele serien!
00:25:15: Also meine absolutes Lieblinsserie, was diese Serien angeht, das ist die erste Staffel von Damages mit Glenn Close.
00:25:22: Das ist eine Gerichtsserie.
00:25:23: Ted Denzen, den man aus Cheers kennt, spielt da einen Dubio Miliardär ist ganz großartig, hat ein bisschen mit Verschwörung zu tun aber nicht mehr der großen Weltverschwörung.
00:25:33: Und eine ganz spannende Serie glaube ich wenn man sich für Verschwörungstieren interessiert ist Berlin Station.
00:25:38: da gibt es drei Staffeln von vor ein paar Jahren.
00:25:41: das spielt nämlich in der CIA-Station in der Botschaft in Berlin.
00:25:45: Der ersten Staffel geht's quasi noch um so islamistischen Terrorismus und der zweiten Staffel wird es um den Aufstieg des Rechtspopulismus in Deutschland.
00:25:51: Da gibt es eine Partei mit dem Namen Perspektive die dann ihre eigene Vorsitzende erschießen lässt oder Teile davon quasi um also bei den Wählern noch weiter zu punkten.
00:26:03: Und in der dritten Staffel geht es um einen russischen Einmarsch in Estland, der quasi dem Playbook folgt mit dem man sich die Krim angeeignet hat so mit kleinen grünen Männern und so weiter.
00:26:14: und Hybriderkriegsführung und Desinformationen hat ja auch ganz viel mit Verschwörungstheorie zu tun.
00:26:20: Das ist total gut gemacht, total spannend.
00:26:22: Es sind ganz viele deutsche Schauspieler dabei!
00:26:25: Es sind richtig gut, da merkt man wie gut die sein können wenn man denen gescheite rollen gibt.
00:26:31: Wenn Sie nicht Fernseh gucken, Sie machen gerne Sport.
00:26:34: Heute auch noch und ich weiß aus unserem Vorgespräch dass sie sogar einmal im Jahr so ein Profession studierenden Fußballteam da in Tübingen über die Wiese schicken.
00:26:43: Profisportler wäre das auch mal was für Sie gewesen?
00:26:47: Ja in meinen Träumen vielleicht aber nicht in der Realität.
00:26:50: dazu bin ich dann doch zu unbeweglich und zu ungegabt.
00:26:53: Aber FußballwM schauen Sie oder gestern man kann das sagen bei dieses Spiel eben Deutschland Curaçao haben gucken können.
00:27:02: Ich saß im Zug und in Kombination aus öffentlich-rechtlichem Streaming, WLAN der deutschen Bahn war jetzt nicht immer so wahnsinnig ideal.
00:27:12: also das blieb über wieder hängen.
00:27:14: irgendwann hing es und die Schaffenerin lief an mir vorbei schaut auf mein Bildschirm und sagt er mittlerweile stets aber eins eins.
00:27:19: dann sag ich nur danke schön aber so ein bisschen.
00:27:21: was habe ich gesehen?
00:27:25: Bei dieser WM hat mich jetzt das WM-Fieber noch nicht so richtig gepackt.
00:27:28: Ich glaube, diese Kombination aus der Situation in den USA und der FIFA... Das finde ich hoffentlich.
00:27:34: alles, was man über die FIFA erzählt also jede Verschwörungstheorie.
00:27:38: Die finde ich momentan auch problematisch.
00:27:42: Ich weiß aber auch dass sich das ändern wird.
00:27:43: Dass es ja immer bei diesen Ereignissen so wenn dann irgendwann Deutschland vielleicht doch im Viertelfinale steht oder im Achtelfinala.
00:27:49: Es tut mir nur so gerade ein bisschen Leid für meine Kinder, weil ich denkst du an meine Kindheit zurück in diese Weltmeisterschaften.
00:27:53: Sechsund, achtzig und neunzig – wie toll das war!
00:27:55: Und diese Stimmung kriegen die jetzt halt grade noch nicht so mit aber vielleicht kommt es ja auch.
00:28:00: Okay also schauen wir mal wie sich das entwickelt.
00:28:03: Finale ist glaube ich neunzehnt da siebt da.
00:28:05: dann können wir nochmal telefonieren miteinander.
00:28:10: Wie sich das transportiert hat?
00:28:12: Und jetzt aber nochmal schauen Sie, sie können wirklich gut die Verschwörungstheorien ja für uns alle einordnen und man merkt wirklich die Verbindlichkeit wie sie auch so ein bisschen schreckend aus den Sachen nehmen wollen indem wir jetzt sprechen miteinander darüber.
00:28:28: Können Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung sich an einem Moment erinnern, wo Sie selber mal so eine Art wirklichen Kontrollverlust hatten?
00:28:34: Dass sie Angst hatten oder ein Gefühl.
00:28:37: Ich könnte jetzt da auch in irgendwas reingezogen werden weil es mich wirklich irgendwo packt.
00:28:43: oder ist es Ihnen immer gelungen einen rationalen skeptischen Blick darauf zu halten.
00:28:50: So ein Moment des Kontrollverlusts kann ich mich wirklich nicht dran erinnern.
00:28:53: Es ist eher so, dass ich mir manchmal die Frage gestellt habe, bist du vielleicht quasi schon zu skeptisch manchmal?
00:28:58: Weil es ist ja durchaus so, das es also Verschwörungen gibt.
00:29:01: Die hat's immer gegeben und wird's immer geben!
00:29:03: Und Verschwörungstheorien kommen ja auch in sehr unterschiedlichen Umfängen daher.
00:29:08: Da geht's natürlich manche wo man von Anfang an sagen kann, das ist einfach komplett absurd.
00:29:11: aber bei anderen wo mehr durchaus durch man näher hinschauen kann und sagen kann da könnte ja vielleicht dann doch erst mal was dran sein.
00:29:20: Ja, vielleicht bist du manchmal zu skeptisch bei diesen Sachen.
00:29:24: Gleichzeitig ist es aber natürlich so dass die Frage stimmt das oder stimmt das nicht jetzt?
00:29:30: Natürlich nicht.
00:29:31: die entscheidende Frage für meine Arbeit ist und die entscheide Frage von meiner Arbeit ist ja eher so war rum glauben Menschen sowas Wenn im Grunde die offizielle Meinung ganz andere ist und wissenschaftliche Autoritäten sagen, das ist nicht so.
00:29:42: Und welche Funktionen erfüllt es für Menschen?
00:29:44: wie transportiert sich das über Medien?
00:29:46: Welche Rolle spielen unterschiedliche mediale Formate dafür unterschiedliche Genres und was für Effekt nach hat das dann eben auch.
00:29:52: Das heißt... Die in Anführungszeichen Wahrheitsfrage steht da gar nicht so im Vordergrund.
00:29:57: Das ist auch was, was nach vorträgen dann übrigens manchmal kommt von Leuten die Verschwörungstheorien skeptischer gegenüberstehen, die dann sozusagen das weiß ja ein bisschen so Küchenpsychologie hier.
00:30:07: aber ich dachte hier werden Verschwörungstheorie die Bank dann auseinander genommen?
00:30:11: Ja!
00:30:13: Aber okay verstehen andersrum gibt es noch etwas wo sie einfach sich bezaubern lassen können ohne überhaupt skeptisch mal drauf zu gucken.
00:30:24: Ja, natürlich.
00:30:27: Da können wir zum Sport kommen.
00:30:29: Ich schaue sehr gerne Fußball und Tennis.
00:30:33: Ich spiele sehr gerne Tennis irgendwie.
00:30:35: Das ist das, womit ich meine Mittagspause oft verbringe, dass ich nicht so alte Tennis-Spiele anschaue oder zusammenfassung von aktuellen Tennis Spielen auf YouTube verfügbar sind.
00:30:43: Und das ist natürlich was, wo man dann gut abschalten kann.
00:30:46: Es ist eh so, dass diese Sache mit dem... Sport und gerade Live-Sport, wenn man das dann schaut.
00:30:52: Das hat dann ja so was Reinigen des Krathatisches auch irgendwie im Sinne von da denkt man mal nicht nach, sondern ist völlig im Moment weil wir natürlich als Akademiker oder auch für alle glaube ich viel zu verkauft sind oft und immer schon überlegen Was könnte das bedeuten?
00:31:04: Wo führt uns das hin und was muss ich eigentlich morgen früh noch machen?
00:31:06: Und dass es dann etwas was in diesen momenten dann verschwindet
00:31:09: Da können sie sich einfach so reinfallen lassen.
00:31:11: Es ist auch ein Tutorial für Sie.
00:31:13: versuchen Sie das selber dann auf den Platz mal nachzumachen, was dem einen oder anderen gelungen ist.
00:31:18: Man tault sich natürlich Dinge ab und versucht die umzusetzen.
00:31:22: Das ist schwierig und das wird mit zu einem Alter immer schwieriger auch wenn natürlich die Geschwindigkeit in der meine Mannschaftskameraden und ich Tennis spiele nicht ganz die ist ein Anführungszeichen, die man dann bei den Profis findet.
00:31:36: aber natürlich schaut man sich da Dinge an.
00:31:39: Ja, weil das war ja damals ein richtiger Zugewind finde ich.
00:31:41: Dass man da viele Sachen hat sehen können wiederholen können und genau probieren einüben.
00:31:48: Einüben können?
00:31:49: Natürlich.
00:31:49: aber es ist natürlich bei mir ist halt so die Sache... Ich bin geprägt natürlich so dass das Tennis der achtziger und neunziger.
00:31:54: Das ist das was ich immer geschaut habe in meinem Zimmer wenn nicht Hausaufgaben gemacht haben.
00:31:58: Damals wurde ja quasi jedes Tennis Turnier übertragen irgendwie Boris Becker oder Steffi Graf Teilnahmen Und das hat natürlich dann auch so mein Tennestil geprägt, der völlig unzeitgemäß ist heutzutage.
00:32:08: Nämlich aufschlagen und an den Netz rennen oder nach dem Return-Stall als Netz renn.
00:32:11: Das macht man heute gar nicht mehr so, weil es gar nicht geht, weil sich das Spiel verändert hat.
00:32:16: Insofern wird man als Jugendlicher noch mehr geträgt eben quasi als ein zunehmend geriatrischer
00:32:22: Mann.
00:32:25: Also da weiß ich jetzt nicht, wie ich den Bogen weiter schlage.
00:32:28: Außer zu fragen, ob Sie diese Leidenschaft denn auch an Ihre Kinder, Ihre Familie weitergeben können?
00:32:33: Ziehen die mit Ihnen mit?
00:32:34: Ist das was, was sie sich zusammen begeistern können?
00:32:38: Ja doch schon also der eine etwas mehr als der andere dann auch ein bisschen aufgeteilt.
00:32:43: Der große ist da so ganz der Papa und der ist ein Bayern-Fan.
00:32:46: Der Kleine war erst mal gegen alles, was damit zu tun hatte weil er sich natürlich definieren musste ist jetzt vor allem erst mal bei Barcelona gelandet, aber am Anfang war er bei Stuttgart.
00:32:56: Dann war im Stuttgarter Schlecht, jetzt ist er dann bei Barcelona gelandet.
00:33:00: Aber nein wir spielen noch zusammen Tennis und die spielen auch beide noch Fußball und ich stehe am Rand, wann immer es geht.
00:33:07: Und gestern konnte ich das Tennis-Spiel des Kleinen, konnte ich da nur den ersten Satz sehen weil ich dann in den Zug steigen musste um hierher zu
00:33:12: kommen.
00:33:12: Netterweise für uns!
00:33:13: Für unser Format ja...
00:33:16: Aber klar, das ist also irgendwie was, was ich auch wichtig finde.
00:33:19: Irgendwie dass Kinder auch Sport machen und zwar finde ich es ideal die Kombination eben einen Mannschaftssport ein Einzelsport Das ist irgendwas was man möglichst lange durchhalten sollte
00:33:28: weil es auch einem gewisse Kompetenzen mitbringt die man später gebrauchen kann?
00:33:32: Ich glaube schon.
00:33:33: Also Es ist so Dass Man Natürlich Auf Soem Tennisplatz Kann Man sehr einsam sein in Sohn im Match Also Wenn Man Bei irgendwie bei thirty Grad IrGendwie nach zwei Stunden IrGentwie Sich noch Mal Zusammenreißen Muss Da Ist da Kann.
00:33:44: Wir können draußen die Mannschaftskameraden stehen und juggeln, aber da muss man letztendlich die Dinge dann doch irgendwie alleine wuppen und sich da reinbeißen.
00:33:51: Also ein Freund, der auch eine akademische Karriere hat, der meinte mal zu mir, weißt du, den Unterschied in unseren Karrieren kann man sich dadurch erklären dass mein Lieblingssport Wandern ist im Deiner Tennis.
00:34:02: Also ein bisschen dieses kompetitive Konfrontative kommt da vielleicht dann ein bisschen durch.
00:34:07: Und gleichzeitig hat man beim Tennis so wie ich es spiele in so einer Mannschaft, aber natürlich auch bei einem Mannschaftssport wie Fußball ist das man sich natürlich in den Team einfügt und dass man lernt auf andere einzugehen mit Leuten zusammenzuarbeiten mit denen man sich außerhalb des Tennisplatzes oder Fußballplatzes nicht immer ganz grün ist auch lernen Konflikte auszufechten.
00:34:27: Das sieht man ja bei Fußballern ganz oft, die geraten dann mal kurz aufeinander auf dem Platz und das ist dann aber vorbei wenn sie vom Platz gehen.
00:34:33: ich glaube da kann man auch viel mitnehmen.
00:34:35: Jetzt etwas zum Abschluss unseres Gesprächs.
00:34:38: wir haben ein bisschen vorhin das Anklingen lassen in all ihr oder Sie haben es anklicken lassen in allen Antworten.
00:34:45: Ich habe so mitgenommen dass sich Ich nenne es jetzt mal auch ein bisschen haben treiben lassen in ihrem akademischen Werdegang, sich die Themen nach Interesse und Neugier gesucht haben.
00:34:57: Und dann für sich eigentlich ja das gefunden haben was sie so erfüllt.
00:35:02: Was würden Sie denn heute Ihren Studierenden sagen wenn die zu Ihnen kommen?
00:35:06: Es ist immer so ein Thema was junge Menschen noch antreibt Künstliche Intelligenz in den großen Zeitungen wird diskutiert, Studienfachwahl.
00:35:15: Was soll man denn noch machen?
00:35:17: Gerade für Menschen die Geisteswissenschaften studieren oder auch in der Textproduktion arbeiten.
00:35:23: Was würden sie ihren Studierenden mitgeben?
00:35:26: was ist so ein Ding?
00:35:27: warum Amerikanistik, warum sich so begeistern lassen für dieses Studierende Leben?
00:35:34: Ich glaube dass man, und da ist die Amerikanistik jetzt nicht anders als alle geisterschaftlichen Fächer.
00:35:39: Dass man da sehr viele Möglichkeiten hat noch immer den eigenen Interessen zu folgen.
00:35:44: Und ich glaube wenn man das macht dann mit Leidenschaften kommt auch was Gutes raus.
00:35:49: Das sollte man im Studium auf jeden Fall machen.
00:35:53: Ich hab oft dann Studierende vor mir sitzen, da geht's ums Thema für die Bachelorarbeit und dann haben sie so drei verschiedene Themen.
00:35:58: Und ich frag dann immer was würden Sie denn am liebsten machen?
00:36:01: Und dann sagen ja, ich würde gern das machen aber ich bin nicht so sicher dass es Populärkultur ist.
00:36:04: das überhaupt zu gut irgendwie?
00:36:06: oder soll nicht irgendwas anders?
00:36:07: man sagt nein, Sie sollten das machen wofür Sie sich interessieren weil dann wird auch besser im Normalfall.
00:36:11: Und es ist völlig egal ob man irgendwie über Akte X schreibt oder über Hermann Melville schreibt.
00:36:17: andere Leute begeistern sich für Melville oder für Hawthorne und die sollen halt darüber schreiben.
00:36:21: Das ist völlig in Ordnung.
00:36:22: Hauptsache man ist begeistert und dann macht man es auch gut.
00:36:25: Und ich glaube, was das angeht zu dieser wissenschaftliche Dimension des Studiums da würde ich voll den Interessen folgen und würde schauen wie was macht mir Spaß?
00:36:32: Weil die Kompetenzen die man erwirbt sind eigentlich immer die gleichen dass man lernt irgendwie Dinge zu durchdringen, zu durchdenken aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten diese ganzen Kernkompetencen über die wir ja schon ganz oft gesprochen haben.
00:36:45: Wo man dann strategischer sein sollte, das ist wenn es darum geht, wo könnte ich dann mal ein Praktikum machen zum Beispiel umvorschauen.
00:36:51: Dass ich mich ein bisschen auf den Wurf orientiere und solche Dinge irgendwie?
00:36:53: da könnte man dann anders vorgehen.
00:36:55: aber was die wissenschaftliche Seite angeht ja so würde ich vorschlagen immer den Interessen zu folgen und nicht zu strategisch zu denken.
00:37:00: Ich habe das auch nicht gemacht Gott sei Dank nicht!
00:37:03: Ich erinnere mich daran dass sich dann irgendwann am Ende meiner Habitationszeit da saß und dachte okay jetzt hast du das und das gemacht.
00:37:10: jetzt musst du mal schauen Wohl übermüsstest du jetzt noch mal was schreiben?
00:37:14: Du wüsst immer, was zum Modernismus schreibt.
00:37:15: Du müsst es zu afroamerikanischen Kulturschreiben.
00:37:17: Das hast du nicht so richtig gemacht und dazu musst du noch etwas
00:37:20: machen.".
00:37:21: Das habe ich dann teilweise auch in den Jahren danach gemacht aber da hatte ich schon ... Und ich hab wahnsinnig viel Schwein gehabt!
00:37:26: Da hatte ich einen Ruf und hätte theoretisch nicht mehr machen müssen.
00:37:29: Das hat mir diesen Ruf nicht gebracht sondern das waren andere Dinge.
00:37:32: Ich bin meinen Interessen gefolgt und hatte Glück.
00:37:36: damit kann man sagen gleichzeitig vielleicht war's dann auch haben andere Leute von uns ist dann auch gut, weil ich eben meinen Interessen gefolgt bin.
00:37:44: Und man kann nicht vier Jahre an der Dissertation arbeiten wenn man nicht für das Thema brennt.
00:37:47: Das ist eh schon schwierig genug und man hat seine Durststrecken.
00:37:49: aber wenn man das Thema gewählt hat, weil man dachte dass passt strategisch, dann wird es
00:37:53: nix.
00:37:54: Also ein bisschen geh wohin dein Herz dich trägt und zieht?
00:37:57: Ja natürlich!
00:37:58: Es klingt so ein bisschen banal natürlich, aber die Dinge die banalklingen sind ja deshalb nicht unbedingt immer falsch und ich glaube da ist wirklich was dran.
00:38:04: Da könnten wir jetzt wieder mit Verschwörungstheorien einsteigen.
00:38:07: Aber jetzt sind wir leider schon am Ende unseres Gesprächs.
00:38:10: Herr Butcher, ich danke Ihnen für die Zeit, dass Sie uns mitgenommen haben auch in Ihrer persönlichen Station.
00:38:17: Und Sie haben als nächstes jetzt nämlich noch das Gespräch mit Martin Lang.
00:38:21: Da geht es jetzt jenseits Ihres persönlichen Werdegangs um Ihr Fachgebiet, Ihre Fachthemen!
00:38:27: Ich wünsche Ihnen da auch ganz viel Spaß in der Aufnahme und Ihnen als Zuschauer möchte ich das auch ans Herz legen – die anderthalb Stunden, die die beiden jetzt miteinander
00:38:37: fachlich
00:38:37: wissenschaftlich über Verschwörungstheorien sprechen werden, aus der Sicht und der Vorsprungsperspektive von Michael Butcher.
00:38:47: Und ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben!
00:38:50: Ich möchte Ihnen noch mal danken, dass sie sich heute die Zeit für uns genommen
00:38:54: haben.
00:38:54: Ich bedanke mich sehr viel für die Einladung – es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:38:57: Ja.
00:38:57: Wir sehen uns dann alle wieder bei den nächsten Folgen aus dem Podcast aus dem Roman Herzog-Institut.
00:39:03: Ich freue mich wenn Sie auch wieder einschalten.
00:39:05: Bis dahin Nur wer die richtigen Fragen stellt, findet am Ende auch die Antworten,
00:39:11: die zu einer wirtschaftlichen
00:39:12: und gesellschaftlichen Weiterentwicklung Deutschlands beitragen.
00:39:16: Dr.
00:39:16: Martin Lang geht diesen Fragen in den RHI-Kontexten auf den Grund.
00:39:21: Schauen Sie rein auf unserer Webseite unter romanherzoginstitut.de oder auf unserem YouTube-Kanal.
00:39:30: Tina Meyer Schneider trifft alle zwei Wochen die Menschen dahinter!
00:39:34: Im Podcast
00:39:35: des
00:39:35: Roman-Herzog-Instituts.
00:39:37: Zu hören überall, wo es
00:39:39: Podcasts gibt!
00:39:40: Abonnieren Sie uns!
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